Die Gemeinde Moos muss rückwirkend für das Jahr 2018 noch Geld an den Landkreis Konstanz zahlen. Die Einforderung, die Bürgermeister Patrick Krauss dieser Tage vom Landratsamt Konstanz erhielt, bezieht sich sich auf die fehlenden Unterkünfte für Flüchtlinge über einen Zeitraum von sechs Monaten im Jahr 2018. Der Landkreis fordert in diesem Zusammenhang 18 000 Euro von der Gemeinde Moos.

Moos muss zehn Flüchtlinge unterbringen

Pro Monat und Person fallen 178 Euro an, was im Vergleich zur Beschaffung von Wohnraum sehr wenig ist. Jede Kommune muss gemessen an ihrer Einwohnerzahl ein bestimmtes Kontingent von Flüchtlingen in seiner Gemeinde unterbringen. Moos hat es in der Vergangenheit nicht geschafft, ausreichend Plätze zur Verfügung zu stellen. Das ist auch derzeit noch der Falle, wie Patrick Krauss in der jüngsten Gemeinderatssitzung erläuterte: "Wir haben weiterhin ein Soll von zehn Flüchtlingen", sagte er.

Gemeinde versucht Wohnraum anzumieten

Kritisch wird es zusätzlich, weil sich keine Besserung am Wohnungsmarkt abzeichnet. Die Gemeinde versucht weiterhin Wohnraum von Privatpersonen anzumieten, um dem Geheiß des Landratsamtes nachzukommen. Obwohl die Mieteinnahmen der Wohnungseigentümer so durch die Gemeinde abgesichert wären, scheuen sie sich nach wie vor, freien Wohnungsraum für die Flüchtlinge anzubieten.