Der Bau der neuen Zweifeld-Sporthalle im Mooswald ist im Gemeinderat Moos detailliert vorgestellt worden. Es gab auch Ansichten des Entwurfs aus dem Architektenbüro Dury und D'Aloisio mit Sitz in Konstanz. Die Sporthalle wird zum Fixpreis vom Generalunternehmer i+r Industrie für 3,3 Millionen Euro erstellt.

Die erste Planung ging gründlich schief

Der Bau einer Sporthalle ist seit mehr als 20 Jahren ein Dauerthema in der Gemeinde Moos. Aufgrund der guten Finanzlage entschloss sich der Rat 2015, dieses Projekt anzugehen. Doch die vorgelegten Kostenberechnungen liefen im Zuge der Planung völlig aus dem Ruder. Das Projekt musste gestoppt werden. "Mit dem Stopp der Planungen ging auch die Rückgabe der zugesagten Zuschüsse aus der Sportstättenbauförderung und dem Ausgleichsstock des Landes einher", erläuterte Martina Stoffel, Hauptamtsleiterin im Mooser Rathaus.

Nun hat man eine Lösung mit einem neuen Generalunternehmer und einer anderen Planung gefunden. Bei dieser neuen Lösung ergibt sich nach jetzigem Stand eine Kostenreduzierung gegenüber der gestoppten Planung von rund 500 000 Euro. Martina Stoffel: "Für diese neue Planung haben wir alle Zuschüsse neu beantragt."

Entwurf des Architekturbüros überzeugt

Bürgermeister Peter Kessler stellte bei der Gemeinderatssitzung die Entscheidung des Auswahlgremiums, das nochmals am 17. September getagt hatte, vor und präsentierte den Entwurf der Firma i+r Industrie und Gewerbebau aus Lindau. Eine modern wirkende Holzkonstruktion, die die Gemeinderäte überzeugte. Doch nur vom äußeren Erscheinungsbild wollte man sich nicht leiten lassen.

Eckehard Schöch, Geschäftsführer bei i+r, konnte aber alle Fragen klar beantworten. "Eine solche Holzkonstruktion kann mehrere 100 Jahre überleben. Man muss nur darauf achten, dass die Verkleidung richtig hinterlüftet wird und diese Lüftung im Winter nicht mit Schnee vom Räumen der Wege zugedeckt wird." Wie oft müsse die Holzfassade denn gestrichen werden? Eckehard Schöch erläuterte: "Der Anstrich hält normalerweise zehn Jahre, hier in Moos gehe ich aufgrund der Seenähe und der besonderen klimatischen Bedingungen von vielleicht acht Jahren aus." Er empfehle aber keinen weiteren Anstrich nach dieser Zeit, das Holz entwickele dann seinen natürlichen Grauton.

Generalunternehmer will mit regionalen Handwerkern zusammenarbeiten

Beheizt werden könnte die Halle durch eine Luftwärmepumpe. Dies habe zwei Vorteile: zum einen braucht es für den Betrieb der Luftwärmepumpe nur Strom und den könne man mit einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Halle selber produzieren. Der zweite Vorteil der Luftwärmepumpe bestehe darin, dass sie im Sommer über die Fußbodenheizung auch zur Kühlung der Sporthalle dienen könnte. Zwei weitere Pluspunkte konnte Schöch für sich verbuchen, als er erklärte, dass sein Unternehmen den Holzbau erstelle, bei allen anderen Gewerken suche man die Zusammenarbeit mit regionalen Anbietern. Auf die Frage nach Mehrkosten sagte Schöch, dass es sich bei dem Angebot um einen Festpreis handele.

Nachweis für nachhaltiges Bauen

Um aus Landes-Förderprogrammen Zuschüsse zu erhalten, muss die Gemeinde nachweisen, dass sie den Grundsätzen des nachhaltigen Bauens Rechnung trägt. Der Nachweis ist nicht leicht zu führen. Das Büro NPS aus Ulm könnte diese Arbeiten erbringen.

Gemeinde verfolgt einen ehrgeizigen Zeitplan

Bürgermeister Peter Kessler wies auf die enge Verzahnung der Maßnahmen hin. "Es wäre sinnvoll, wenn beim Gießen der Bodenplatte schon feststehen würde, wo Bodenhülsen eingebracht werden müssen und diese auf der Baustelle parat liegen." Was lange gedauert hat, soll nun zügig umgesetzt werden. Ein Zeitplan sieht vor, mit der Einrichtung der Baustelle Anfang April zu beginnen. Wenn dieser Zeitplan reibungslos umgesetzt werden kann, ist eine Übergabe der Sporthalle noch vor Weihnachten 2019 möglich. Die Gemeinderät waren überzeugt. Anne Overlack von der Rot-Grünen List (RGL) brachte es auf den Punkt: "Ich freue mich schon jetzt auf dieses Projekt."