Der Neubau der Sporthalle hat in der jüngsten Gemeinderatssitzung einmal mehr für eine Grundsatzdebatte gesorgt. Bei der Auswahl der Materialen für den Innenausbau und den Pflasterbelag im Außenbereich kristallisierten sich zwei Lager heraus. Als es um die Auswahl des Pflasterbelags ging, standen unterschiedliche Beläge in verschiedenen Preisklassen zur Verfügung. Während manche Ratsmitglieder gerne dem Vorschlag des Architekturbüros folgen wollten, das die teuerste favorisierte, hätten andere gerne etwas Geld an dieser Stelle eingespart. „Es scheint zunächst einmal nicht sehr viel Geld zu sein, aber wir müssen darauf achten, unsere Kosten im Blick zu behalten“, sagte Karl-Heinz Bölli (UWV) dazu. Konkret ging es bei dem Belag um eine Preisdifferenz von rund 16 000 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Dem gegenüber stand die Meinung anderer Räte. „Das ist kein so großer Unterschied angesichts der Gesamtsumme. Es wäre schade, wenn wir uns darüber im Nachhinein ärgern würden“, sagte Anne Overlack (FGL). Damit sprach sie die Gesamtkosten von rund 3,75 Millionen Euro der neuen Halle an, die sich die Gemeinde kosten lassen wird. Hinzu kommen voraussichtlich noch weitere 600 000 Euro für die Außenanlagen. Außerdem rechnet man für die Entsorgung des kontaminierten Aushubmaterials (der SÜDKURIER berichtete) noch einmal weitere, unvorhergesehene Mehrkosten bei dem Bau der Sporthalle ein.

Richtfest am 23. Mai

Der Monat Mai wird in punkto Baufortschritt die größten Veränderungen mit sich bringen. Denn die vorgefertigten Holzelemente der Halle werden am 15. Mai angeliefert. Bereits zwei Tage später wird die Halle laut Projektleiter Roman Dominik praktisch fertig aufgestellt sein. Das Richtfest ist für Donnerstag, 23. Mai, geplant, zu dem die Bürger der Gemeinde noch eingeladen werden.

Sorgenvoller Blick auf die Finanzen

Die Sorge um die Finanzen wurden dann noch durch einen weiteren Tagesordnungspunkt verstärkt. Denn auf einer anderen Baustelle wird es ebenfalls zu einer Kostensteigerung kommen, wie Bürgermeister Patrick Krauss feststellte. Bei der Sanierung der Pflasterfläche vor dem ehemaligen Rathaus in Iznang wurde jetzt während der Arbeiten festgestellt, dass weitaus weniger Porphyr-Pflastersteine wieder verwendet werden können. Während der Ingenieur Burkhard Raff nach einer Erstbesichtigung noch von einer Wiederverwendungsquote von 60 Prozent ausgegangen war, musste man nun feststellen, das gerade einmal 20 Prozent noch nutzbar sind. Weil man befürchtet, dass auch diese in naher Zukunft wieder zum Sanierungsfall werden, sprach man sich im Rat zu einem Komplettaustausch des Pflasters aus. Dieser wird durch Granitsteine ersetzt, die nun Mehrkosten von rund 27 000 Euro verursachen. Der Betrag ist laut Kämmerer Sven Leibing für den Haushalt 2019 tragbar.

Das könnte Sie auch interessieren

In beiden Tagesordnungspunkten sprach sich der Rat letztlich für die Favorisierung der teueren Variante aus. Aktuell liegt die Gemeinde noch im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Die sind jedoch aus Sicht von Leibing generell beschränkt. Das bestätigt auch die Haushaltsverfügung durch das Landratsamt. Dort mahnt man Moos dazu an, die Verschuldung (zum Ende des Jahres rund 3,87 Millionen Euro, siehe Infokasten) nicht weiter zu erhöhen. Die liquiden Mittel liegen zum Jahresende voraussichtlich bei 1,46 Millionen Euro.