Rund 350 Narren von den zehn Narrenzünfte der Höri starteten im Mooser Bürgerhaus mit einem Frühschoppen zum Dreikönigstreffen in die Fasnacht-Saison. Gastgeberin Inge Vogler von den Iznanger Bützigräbler führte als Conférencier durch das bunte Programm und unterhaltender Musik des Musikvereins Bankholzen. Traditionell erspielten sich die Narrenzünfte am Dreikönigstreff die Reihenfolge der Startnummer für den Höri-Umzug.

Wenn Geigenspieler aus symphonischen Orchestern ihre Instrumente einstimmen, dann sägen sich schrille Töne durch die Hirnwendungen der Zuhörer. Stimmen hingegen die Holzer der Mooser Rettiche ihre Luftpumpen-Instrumente, dann fiept es nach hunderten Mäuse einer tierischen Konferenz. Mit kräftigem Anschlag und Druck an ihren Hand- und Standpumpen begleiteten sie Musikklassiker. Der lustige Einfall verlud die Narren akustisch gesehen in ein zwitscherndes Vogelhaus mit Walzer und Polkatakten. Ebenso tierisch unterhielten die Florian und Christian Hangarter von den Deienmooser Hexen mit einer Parodie eines Gastvortrags über zentralnervöse Bewegungsstörungen. Der vortragende Professor litt dabei selbst an einer miauend furzenden Geräuschsvariante des Tourette-Syndroms. Die Seniorinnen der Weiler Bülleblärer, im besten heiratsfähigen Alter, rockten mit Rollatoren auf dem Parkett des Bürgerhauses – doch erst nachdem Sanitäter eine Mitseniorin nach einem Herzanfall von der Bühne zerren mussten. Der witzig inszenierte Schock war von den Narrifexen schnell überwunden.

Die Öhninger Narrenzunft der Piraten vom Untersee richten am 2. Februar den Höri-Umzug aus. Präsident Frank Fuzzi Graf machte es den Höri-Zunftmeistern schwer, ihre Startnummer für den Umzug zu erkämpfen. Mit einer Piraten-Kanone en miniature ließ er sehr zum Vergnügen des Publikums die Narrenvereine in einem launigen Geschicklichkeitsspiel Kugelgeschosse in Eimern auffangen.