Am Samstag hat der Mooser Bürgermeister Patrick Krauss seine ersten 100 Tage im Amt absolviert. Im Gespräch mit dem SÜDKURIER zieht er eine erste Bilanz seiner Tätigkeit. „Die Zeit hat mir bisher sehr gut gefallen“, sagt er. Rund 60 Stunden arbeitet Patrick Krauss nach eigener Angabe aktuell pro Woche. Eine Zeit, die in einem verantwortungsvollen Posten keine Seltenheit ist.

Start in den Beruf Bürgermeister

Die Veränderung seines Lebens durch den Berufswechsel bezeichnet er als „immens“. „So richtig konnte man das im Vorfeld nicht abschätzen“, gibt er zu. Die größte Freude bereitet ihm die freundliche Begegnung mit den Menschen in der Gemeinde. Das gilt gleichermaßen für die Mitarbeiter der Gemeinde als auch für die Bürger, die mit ihm ins Gespräch gekommen sind. Sehr schnell hat sich dabei eine der Hauptaufgaben des Bürgermeisters gezeigt: „Die größte Schwierigkeit besteht darin, die Einzelinteressen mit dem Gemeinwohl in Einklang zu bringen“, berichtet er.

96 Besprechungen

Eine Aufstellung der bisherigen Termine und Gespräche offenbart das hohe Pensum, dass von einem Bürgermeister erwartet wird. In den ersten 100 Tagen im Amt hat Patrick Krauss 52 Termine mit Bürgern gehabt und 96 Besprechungen geführt. Außerdem war er auf 32 Veranstaltungen und hat 12 Vorstellungsgespräche geführt. Mittlerweile sind fünf Gemeinderatssitzungen und sieben Ausschusssitzungen ins Land gezogen. Darüber hinaus war Patrick Krauss auf 17 Jahreshauptversammlungen und 15 Ehrengeburtstagen von Mooser Bürgern. Die beiden letztgenannten Termine sind für den Neubürgermeister nach eigener Aussage „schön und wichtig“. „Das ist auch eine Wertschätzung der Gemeinde“, sagt Krauss. Zudem bekommt er bei seinen Besuchen in den Vereinen den Kontakt, den er benötigt, um die Wünsche und Leistungen der Bürger einschätzen zu können.

Fachkenntnisse angeeignet

Einen weiteren großen Teil seiner bisherigen Amtszeit hat Patrick Krauss auch damit verbracht, sich mehr Fachkenntnisse anzueignen. Bisher hat er sieben Seminare besucht, die von Schule des Gemeindetages angeboten werden. Darin hat er sich im Baurecht, dem Jagdrecht und in Fragen der Bildung Wissen angeeignet, dass er aus seinem bisherigen Berufsfeld als stellvertretender Leiter des Jobcenters in Stockach nicht besaß. Einen wichtigen Beitrag hat dabei auch der Austausch mit seinen neuen Kollegen im Amt geleistet. „Ich war überrascht, wie herzlich ich im Kreis der Bürgermeister aufgenommen wurde“, sagt Patrick Krauss. Gleiches gilt natürlich auch für das gesamte Team im Rathaus und den den anderen Einrichtungen der Gemeinde. „Ich habe in allen Bereichen sehr kompetente Leute um mich herum“, freut er sich.

Krauss möchte viel selbst in die Hand nehmen

Gleichwohl möchte Patrick Krauss selbst gerne möglichst viel im Rathaus und seine Funktionen selbst in die Hand nehmen. „Ich bin ein sehr pflichtbewusster Mensch“, sagt er von sich selbst. Für seine Amtszeit hat sich Patrick Krauss vor allem Sparsamkeit auferlegt. „Ich möchte die aktuellen Großbauprojekte möglichst Kosten schonend zu Ende bringen und möglichst nicht so viele neue Sachen beginnen“, sagt er. Eine Ausnahme davon kündigt er schon einmal an: Ich möchte das Baugebiet „Steiner Weg“ in Bankholzen wieder aufnehmen. Dort sieht ein Bebauungsplan die Ansiedlung von Wohnhäusern auf der westlichen Seite (Ortsrand) vor. Wer nun glaubt, dass er dabei auch an sich selbst denkt, der liegt falsch. Seine persönliche Präferenz für den eigenen Wohnsitz sieht er im Ortsteil Moos. „Da ist der Weg zum Rathaus kurz und die eigene Familie an nächsten“,verrät er.