Vor zwanzig Jahren gründeten die Narrenzunft der Mooser Rettiche den Kaffeeklatsch am Rosenmontag. "Junge Narren kommen jedoch nicht wegen dem Kaffee ins Bürgerhaus, sondern wegen dem Amüsement, der Musik und den Show-Tänzen", beobachtet Präsidentin Sandra Hugenschmidt.

Der neue Name solle nun das abbilden, zu dem sich der Kaffeklatsch in 20 Jahren entwickelt habe: Zu einer Rosenmontagfete für Jung und Alt. Erwartet werden am 4. März rund 222 Bühnenakteure mit Showtänzen und mystischer Aufführung sowie Kuckucks Ballett, die Katzenclique, Fanfarenzüge, die Clownsgruppe Schneckenburg sowie die Froschenkapelle und die Narrenmusik des Bankholzer Musikvereins. Saalöffnung ist um 14 Uhr, los geht es um 15 Uhr.

Ein Treffpunkt für das ganze Dorf

Man treffe jede Menge Leute – egal ob klein oder groß, beschreibt Ingrid Linke die Rosenmontagsfete im Bürgerhaus. Es sei einfach klasse und mache Spaß, wenn die Froschenkapelle und Schneckenburger kommen, so Linke. Brauchtum lebe von den Jungen, die es weiterführen und von Älteren, die es seit Jahren praktizieren, erläutert Martina Bieg. Zugezogene in Moos würden eine tolle Gemeinschaft erleben – verkörpert durch das Brauchtum. Die Fete sei ein guter Start, um Leute aus allen Altersklassen kennen zu lernen. Genau das sei das Schöne: Man könne sofort Fuß fassen und mitmachen.

Auch die Jungen freuen sich auf die Feier

Alfred Hugenschmidt war im Elferrat der Rettiche und 20 Jahre auf der Bühne aktiv. Der 79-Jährige ist von Anbeginn des Kaffeeklatsches mit dabei. Man könne bequem im Bürgerhaus sitzen, interessant seien die Kapellen mit vielen vergnügten Stunden bis zur Dämmerung, schwärmt der Senior. Tizian Eschbach ist der Jungstar der Mooser Rettiche.

Der Zwölfjährige fasst seinen Begeisterung in wenige Worte: "Es gibt gutes Essen und einen extrem guten Kuchen." Er freut sich auf den Fanfarenzug, bei dem mitspielt. Es sei ein großes Zusammensein. Der Büttenredner erzählt gerne Witze, die besonders von Älteren geschätzt werden: Dann breite sich das Lachen wie ein Lauffeuer aus.