Der Gemeinderat von Moos hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, den Bebauungsplan "Am Kindergarten Moos" neu aufzustellen. Hintergrund zu der Entscheidung ist der Wunsch, in dem zentralen Bereich entlang der Bohlinger Straße eine angemessene Nachverdichtung zuzulassen.

Gleichzeitig ermöglicht die Neuaufstellung eine planungsrechtliche Sicherung für den Kindergarten, beziehungsweise einer zukünftigen Erweiterung. Allerdings müsste die Gemeinde zu diesem Zweck noch Grundstücke im rückwärtigen Bereich des Kindergartens erwerben. Die Planung für das Gebiet soll im beschleunigten Verfahren durchgeführt werden.

Im Bestand des Plangebietes befinden sich neben dem Kindergarten vier Gebäude, die auf ihrer Rückseite jeweils noch einmal eine Freifläche besitzen. Der Erhalt bestehender Robinien ist bei einer erneuten Bebauung vermutlich nicht zu retten, da diese zum Teil direkt an einen landwirtschaftlichen Gebäude stehen. Der Plan sieht nach Aussage von Stadtplanerin Bettina Nocke große Baufenster vor.

"Wir wollen möglichst wenig Festsetzungen, um die künftige Nutzung des Kindergartens nicht zu begrenzen", erklärte sie. Das komme dem gesamten Plangebiet zugute. Gleichwohl ergeben sich aus der Lage gewisse Begrenzungen für das Wohngebiet. Eine Erschließung dürfte ausschließlich über eine Zufahrtsstraße erfolgen, wie die Planerin weiter ausführte.

Zugelassen sind ausschließlich Einzel- und Doppelhäuser. Als Dächer sind Sattel- und Pultdächer im Plan vorgesehen. Die Wohn- und Nebengebäude sind rechtwinklig auszubilden. Als Hausfarbe sind grelle, reine Farben und reines Weiß nicht zulässig. Je Wohngebäude sind maximal zwei Wohneinheiten möglich. Pro neuem Wohngebäude ist ein mittelkroniger Baum zu pflanzen.

Auch müssen Bauherren in diesem neuen Baugebiet jeweils drei Stellplätze nachweisen. Falls diese nicht von der Straße aus anzufahren sind, müssen sie außerdem mit einer mindestens 1,5 Meter hohen Hecke aus einheimischen Gehölzen eingegrünt werden.