Jetzt hat es eine Krähe in Radolfzell erwischt. Bei dem Vogel wurde das Aviäre Influenza Virus H5N5, besser bekannt als Geflügelpest, entdeckt. Das teilt das Landratsamt Konstanz in einer Pressemitteilung mit.

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In der Pressemitteilung hießt es: „Das flugunfähige Tier wurde in Radolfzell aufgefunden und durch das Veterinäramt zur Untersuchung gebracht. Nach einem Anfangsverdacht durch das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt in Freiburg wurde der zweite Fall am 18. Januar 2021 durch das Friedrich-Löffler-Institut bestätigt. Es handelt sich um das Aviäre Influenza Virus H5N5.“

Vor allem Wasser-, Greif und Rabenvögel sind bedroht

Das Virus wird aktuell überwiegend bei Wasservögeln aber auch bei Vogelarten wie Greif- und Rabenvögel nachgewiesen. Tote Greif- und Rabenvögel ernähren sich auch von Aas. Durch sie kann sich das Virus schneller lokal verbreiten. Die Tiere können das Virus ausscheiden, ohne sichtbar zu erkranken. Diese oft lange Zeit symptomlos infizierten Wildvögel sind mobile Virusträger und verbreiten das Virus von den Rastgewässern weg in das Hinterland.

Symbolbild: Der erste Fall der Geflügelpest wurde bei einem verendeten Schwan am Seerhein in Konstanz nachgewiesen.
Symbolbild: Der erste Fall der Geflügelpest wurde bei einem verendeten Schwan am Seerhein in Konstanz nachgewiesen. | Bild: Peter Pisa

Zusätzlich sind Greifvögel und Rabenvögel sogenannte „Räuber“. Tote Wasservögel werden von ihnen geöffnet und Körperteile mit hohe Viruslasten verschleppt und dabei Acker- und Weideflächen kontaminiert. Personen und Fahrzeuge, die solche Flächen betreten, können dieses Virus weiterverbreiten und auch in Geflügel haltende Betriebe eintragen.

Nutztier muss jetzt besser vor einer Ansteckung geschützt werden

Die Aufstallung des Geflügels sowie verstärkte Biosicherheitsmaßnahmen sind daher von größter Bedeutung, um hochempfängliches Geflügel wie Hühner und Puten vor der meist tödlich verlaufenden Seuche zu schützen. Die entsprechende Allgemeinverfügung des Landratsamtes Konstanz vom 11. Januar 2021 ist unter www.LRAKN.de unter „Bekanntmachungen“ einsehbar. Ausnahmegenehmigungen werden auf Antrag und nach Risikobewertung für den Einzelfall erteilt. Die Entscheidung ergeht kostenfrei.

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Tote Vögel sollen gemeldet werden

Die Bürger werden gebeten, aufgefundene verendete oder kranke wildlebende Wasservögel und Greifvögel den jeweiligen Städten oder Gemeinden zu melden. Die Tiere sollten nicht berührt oder vom Fundort verbracht werden, um eine weitere Verschleppung der Seuche zu vermeiden. Weiterhin sind auffällige Häufungen von Totfunden und Erkrankungen von Vögeln jeder Art dem zuständigen Veterinäramt zu melden.

Bürgertelefon

Die Geflügelpest betreffende Anliegen werden über das Bürgertelefon unter der Telefonnummer 07531 800-2579 entgegengenommen. Die Nummer ist erreichbar von Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr und am Freitag von 8 bis 12 Uhr.

Weitere Informationen unter:

www.lrakn.de/Lde/service-und-verwaltung/aemter/veterinaeramt/