Seit etwas mehr als einer Woche verkehrt die Schwarzwaldbahn nicht mehr im Stunden-, sondern nur noch im Zweistundentakt. Der Grund ist, dass die Deutsche Bahn bei einer turnusmäßigen Untersuchung der Wagen festgestellt hat, dass die Abnutzung der Räder stärker gewesen ist, als es der Fall sein dürfte. Seither läuft eine Untersuchung, woran dies liegen könnte. Die 38 Fahrzeuge, die insgesamt für die Schwarzwaldbahn zur Verfügung stehen, werden nun im Wechsel auf der Strecke kurzfristig eingesetzt und in die Werkstatt gebracht, wie eine Sprecherin der Bahn erläutert. So will die Bahn herausfinden, was die Ursache für den verstärkten Abrieb an den Rädern ist.

Mehrere Maßnahmen ergriffen

„Das Vorgehen ist sinnvoll, aber es kostet Zeit“, sagt die Sprecherin. Sie wirbt für Verständnis, dass momentan nur ein zweistündlicher Takt möglich sei. Dies gelte vorerst bis 24. April. In der Werkstatt würden bei manchen Wagen die Räder reprofiliert, andere Radsätze würden ausgetauscht. Zudem hat die Bahn weitere Maßnahmen getroffen: In manchen Streckenabschnitten fährt die Bahn nur noch 50 statt 70 Kilometer pro Stunde. „Das bewirkt eine Verspätung von fünf bis sieben Minuten“, sagt die Sprecherin und räumt ein, dass dies nicht ideal sei. Zudem ließ die Bahn auf Schienen wie auf den Rädern der Züge einen Schmierstoff aufbringen, der die Tendenz zum Abrieb reduziert.

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Währenddessen bleibt der Protest gegen die Fahrplan-Reduzierung nicht aus. Der FDP-Kreisverband Konstanz hat die Landtagsfraktion animiert, eine Anfrage zu stellen. Es sei nicht akzeptabel, dass Probleme mit dem Wagenmaterial zu einer unbefristeten Ausdünnung des Fahrplans führten, so Birgit Homburger, Vorsitzende des Kreisverbands.

Auch die SPD wirbt um Aufklärung

Auch der Landtagsabgeordnete Hans-Peter Storz (SPD) fordert die Landesregierung zur Stellungnahme auf. Die Schwarzwaldbahn sei in der Wahrnehmung der Kunden unzuverlässig geworden, schreibt er in einer Pressemitteilung. Storz und weitere Abgeordnete bitten um Informationen zum Instandhaltungsbedarf und einen Bericht zur Betriebsqualität.