Zwei Männer ereilte innerhalb weniger Minuten das gleiche Schicksal – nur an unterschiedlichen Orten im Landkreis Konstanz: In Bietingen, einem Ortsteil von Gottmadingen, und in Konstanz wurden sie durch Bundespolizisten am Mittwoch, 5. Oktober, festgenommen.

Beim Grenzübergang Thayngen stellte ein deutsch-Schweizer Einsatzteam der Gemeinsamen Operativen Dienstgruppe (GOD Bodensee) um 17 Uhr einen Mann fest, der in die Schweiz ausreisen wollte. Dieser wurde jedoch von der Staatsanwaltschaft Traunstein gesucht. Der Grund dafür war ein rechtskräftiges Urteil aus dem Jahr 2018 wegen des Verschaffens von falschen amtlichen Ausweisen. Nachdem der 42-Jährige die offene Geldstrafe sowie die Verfahrenskosten in der Summe von 810 Euro zahlte, setzte er seine Reise in die Schweiz fort.

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Mehrfach gesuchter Mann kommt direkt ins Gefängnis

Ganz anders erging es einem Mann nur wenige Minuten später in Konstanz, als dieser ebenfalls durch eine Streife der GOD Bodensee kontrolliert wurde. Bei ihm kamen gleich mehrere Ausschreibungen zum Vorschein. Seit gut zweieinhalb Jahren suchte die Staatsanwaltschaft Essen den 31-Jährigen aufgrund eines rechtskräftigen Amtsgerichtsurteils wegen vorsätzlicher Körperverletzung.

Zudem war der Mann entgegen einer bestehenden Wiedereinreisesperre unerlaubt in das Bundesgebiet eingereist. Grund für das befristete Einreise- und Aufenthaltsverbot war eine Ausweisungsverfügung der Zentralen Ausländerbehörde (ZAB) Essen. Hinzu kamen zwei Aufenthaltsermittlungen der Staatsanwaltschaften Kleve und Essen wegen Beleidigung sowie Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.

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Die offene Restfreiheitsstrafe von 68 Tagen trat der mehrfach Gesuchte noch am gleichen Tag an. Aufgrund des bestehenden Einreise- und Aufenthaltsverbots wird er das Bundesgebiet im Anschluss an seine Haftstrafe wieder verlassen müssen. Wegen der unerlaubten Einreise und des unerlaubten Aufenthalts muss er sich außerdem einem neuen Strafverfahren stellen.