Der Schmotzige, das war der Tag der Schulbefreiungen, das war der Tag, an dem die Jugend die Straßenfasnacht stürmte. In diesem Jahr lässt die Corona-Pandemie durch das Coronavirus keine Massenveranstaltungen zu, und die Zünfte verlegen ihre Aktivitäten vorwiegend ins Internet. Sie werben für die Fasnacht dehom, also für das Närrische im engsten Kreis der Familie.

Schmotzige Dunschtig ist ein gewöhnlicher Schultag

Die meisten der 9000 Berufsschüler im Landkreis Konstanz werden dann auch den Schmotzigen, 11. Februar, wie einen der üblichen Online-Schultage erleben. Es herrsche für jeden Schüler die Pflicht, am Fernunterricht teilzunehmen, sagt Martin Pohlmann-Strakhof, der geschäftsführende Leiter der beruflichen Schulen im Landkreis.

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Ausgenommen seien nur die Radolfzeller Berufsschulen, die Mettnau Schule und das Berufsschulzentrum (BSZ). Dort seien die beweglichen Ferientage genutzt worden, um schon am Schmotzigen mit den Ferien zu beginnen. Dies sei schon lange so festgelegt, und habe nichts mit der Pandemie zu tun, heißt es auf Nachfragen bei den Radolfzeller Berufsschulen. Dies sei vielmehr ein Zugeständnis an den Radolfzeller Hemdglonker am Mittwochabend. Die meisten Schüler seien am Folgetag dann nicht mehr so fit gewesen, sagt Matthias Libruks, der stellvertretende Leiter der Mettnau-Schule.

Im Häs vor der Kamera

An der beruflichen Wessenbergschule in Konstanz von Martin Pohlmann-Strakhof ist am Schmotzigen noch der Fernunterricht. Die Schüler dürften im Häs vor dem Computerunterricht sitzen, sagt der Schulleiter. Wer eine Larve trage, müsse diese aber einmal kurz lüften, damit die Anwesenheitspflicht überprüft werden könne.

Diese Fasnacht fällt an den Berufsschulen eher grau aus. Am Schmotzigen werde normal unterrichtet, sagt Martin Pohlmann-Strakhof, der geschäftsführende Leiter der beruflichen Schulen im Landkreis.
Diese Fasnacht fällt an den Berufsschulen eher grau aus. Am Schmotzigen werde normal unterrichtet, sagt Martin Pohlmann-Strakhof, der geschäftsführende Leiter der beruflichen Schulen im Landkreis. | Bild: Domgörgen, Franz

Er selbst wolle zum Abschied in die Fasnachtsferien vom 12. bis 21. Februar darüber informieren, wie es mit möglichen Teilöffnungen an den Schulen weiter gehe. Er hoffe, dass bis dahin etwas feststehe. Ansonsten müssten die Schüler auf die Ankündigungen auf der Homepage und auf E-Mails achten. Er werde die Schüler dazu aufrufen, weiter die Corona-Regeln zu beachten. Pohlmann-Strakhof davon aus, dass die meisten auch während der Fasnachtszeit diszipliniert bleiben werden.

Keine Ferien für das Lehrpersonal

Dies erwartet auch Markus Zähringer, Leiter des Berufschulzentrums in Radolfzell. Die große Menge der Schüler werde vernünftig sein, die Unvernünftigen werde auch kein Brief von der Schule abhalten. Dennoch werde an seiner Schule immer zu den Ferien gemahnt, die Schüler sollten die Pandemie ernst nehmen.

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Markus Zähringer geht davon aus, dass er die Ferien durcharbeiten muss, um neue Entscheidungen umzusetzen. Fast 70 Prozent der Schüler gehörten Abschlussklassen an, denn an seiner Schule gebe es auch einjährige Ausbildungswege. Für die Zeit nach den Ferien erwartet Zähringer die zumindest teilweise Rückkehr zum Präsenzunterricht unter Einhaltung der Schutzregeln vor dem Coronavirus.