Grenzen sind nicht Orte, die Menschen trennen, sondern Orte, die sie zusammenführen. Das war immer die Überzeugung von Regine Klett. Als sich Begriffe wie „Euregio Bodensee„ noch sehr fremd anfühlten und wirkten, als würden sie von oben herab über die Heimat gestülpt, hatte die engagierte SÜDKURIER-Journalistin Regine Klett längst verstanden: Im verbindenden und nicht im trennenden Charakter des Bodensees liegt die Zukunft der Region – und die Chance, aus der randlichen Lage dieses Bodenseeraums in den Anrainerstaaten das Beste zu machen.

Regine Klett wusste: Am Bodensee ist man nur gemeinsam erfolgreich

Der Sonne zugewandt: Regine Klett
Der Sonne zugewandt: Regine Klett | Bild: Sammlung Peter Zahrt

Sinnbildlich standen dafür die Schiffe, über die Regine Klett besonders gerne schrieb. Auf der damals, in den 80er und 90er-Jahren mit „Bodensee-Zeitung“ betitelten Seite des SÜDKURIER spielte aber nicht nur die Schifffahrt eine Rolle. Regine Klett begleitete präzise die Gremien und Institutionen, die an dieser Euregio arbeiteten und wurde so zu einer Grenzgängerin der besonderen Art.

Hartnäckigkeit zeichnete sie aus

Oft besorgte sie sich ihre Informationen auch mit einer gewissen burschikosen Hartnäckigkeit. Im Kreis Konstanz begleitete Regine Klett über viele Jahre auch das Verwaltungshandeln im Landratsamt sowie die politische Arbeit des Kreistags. Bei den Verantwortlichen genoss sie einigen Respekt, weil sie treffsicher zum Kern eines Themas oder einer Debatte vordrang und diesen für die SÜDKURIER-Leser freilegte.

Von Stuttgart nach Konstanz: Sie kam, um zu bleiben

Leiten ließ sich die gebürtige Stuttgarterin dabei von der Liebe zu Land und Leuten, die sie ohne Heimattümelei, sondern angenehm nüchtern in ihre Texte einfließen ließ.

Regine Klett, wie ihr späterer Ehemann Peter Zahrt sie sah. Die Journalistin aus Konstanz und langjährige Mitarbeiterin des SÜDKURIER ist im Alter von 81 Jahren gestorben.
Regine Klett, wie ihr späterer Ehemann Peter Zahrt sie sah. Die Journalistin aus Konstanz und langjährige Mitarbeiterin des SÜDKURIER ist im Alter von 81 Jahren gestorben. | Bild: Peter Zahrt

Am 30. Juli ist Regine Klett kurz nach ihrem 81. Geburtstag gestorben, wie ihr Ehemann, der Künstler Peter Zahrt, und ihre Angehörigen uns mitgeteilt haben. Wir beim SÜDKURIER teilen die Trauer von Regine Kletts Angehörigen und Weggefährten im öffentlichen wie im privaten Leben. Sie war eine Kollegin, die Spuren hinterlassen hat.

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