Die Zöllner des Hauptzollamtes Singen lassen sich nicht so leicht täuschen. Das haben die Beamten Ende Oktober bewiesen, als sie einen 38-jährigen Reisenden aus der Schweiz beim Schmuggel von Armbanduhren und Bekleidung im Wert von 130.000 Euro erwischten.

Zöllner haben einen ausgeprägten Spürsinn

Der 38-Jährige stellte den Spürsinn der Beamten ganz schön auf die Probe. Denn beim Grenzübertritt bei Bietingen/Gottmadingen gab der Mann an, Waren aus der Schweiz mit sich zu führen und für diese auch eine Anmeldung zu haben. Tatsächlich hatte der Mann eine entsprechende Zollquittung bei sich. Weitere anmeldungspflichtige Waren führe er angeblich nicht bei sich, so der Mann. Seine Geschichte klang plausibel. Doch es war ein Täuschungsmanöver.

Eine diese Luxusuhren wollte ein 38-Jährigen aus der Schweiz nach Deutschland schmuggeln. Angemeldet hatte er die Ware nicht.
Eine diese Luxusuhren wollte ein 38-Jährigen aus der Schweiz nach Deutschland schmuggeln. Angemeldet hatte er die Ware nicht. | Bild: Hauptzollamt Singen

Laut einer Pressemitteilung des Hauptzollamtes Singen habe sich der Mann ruhig und damit eigentlich nicht verdächtig verhalten. Trotzdem nahmen die Zöllner das Auto genauer unter die Lupe. Schon im Handschuhfach fanden die Zöllner eine Rechnung einer namhaften Schweizer Uhrenmanufaktur. Die dazugehörende Uhr im Wert von fast 28.000 Euro trug der Mann am Handgelenk. Die weitere Kontrolle des Reisegepäcks brachte dann noch zwei Luxusuhren im Wert von über 100.000 Euro und weitere Bekleidung im Wert von über 2000 Euro ans Licht.

Jetzt droht dem 38-Jährigen ein Strafverfahren

Nun haben die Beamten gegen den 38-Jährigen wegen des Nichtanmeldens der Armbanduhren und der Bekleidung ein Steuerstrafverfahren eingeleitet. „Nach dem Bezahlen der Einfuhrabgaben in Höhe von über 23.000 Euro und dem Hinterlegen einer Sicherheitsleistung für die zu erwartende Strafe in Höhe von 20.000 Euro konnte der Mann seine Fahrt mit den kostbaren Zeitmessern fortsetzen“, schreibt die Behörde weiter in ihrer Pressemitteilung.