Kurz vor Weihnachten gibt es „mittelgute Nachrichten“, wie Landrat Zeno Danner in der Konferenz mitteilt. „Die Lage ist weiter angespannt, die Infektionszahlen sind aber rückläufig“, sagt er. Auch die Impfquote im Landkreis Konstanz steige weiterhin gut an. Einziger Wermutstropfen: „Es gibt einen zweiten bestätigten Omikron-Fall“, informiert Danner. Wie schon beim ersten Omikron-Fall vergangene Woche handele es sich hierbei um einen Reiserückkehrer.

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So ist die Lage in den Kliniken:

Laut Marcus Schuchmann, ärztlicher Direktor des Klinikums Konstanz, ebbt die Delta-Welle etwas ab. „Die Situation ist weiterhin druckvoll, aber unter Kontrolle“, sagt er. Zurzeit werden drei Personen auf der Intensivstation invasiv beatmet. Alle drei seien nicht geimpft. Sechs Patienten würden auf der Allgemeinstation behandelt, eine Person sei in Abklärung.

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Auch in den Hegau-Bodensee-Kliniken (HBK) sei die Situation ähnlich, sagt der dortige ärztliche Direktor Frank Hinder. „Es scheint ein bisschen Entspannung zu geben“, sagt er und berichtet, dass momentan 34 Personen in Radolfzell und Singen behandelt würden. „20 in Singen, 14 in Radolfzell“, sagt der Mediziner. Insgesamt seien neun Patienten zur Behandlung auf den Intensivstationen. Mit Sorge blicken sowohl Schuchmann als auch Hinder in die Zukunft. Beide befürchten eine Omikron-Welle für die zweite Januarhälfte.

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Neue Erkenntnisse zu Omikron

Es gibt erste Erkenntnisse über die Mutation, sagt Stefan Bushuven, Mediziner und Krankenhaushygieniker am GLKN. Es gebe erste Fallveröffentlichungen. Daraus erkenne man, dass sich die Symptomatik etwas verändert habe. „Omikron scheint sich durch klassische Symptome eines grippalen Infekts zu zeigen. Beispielsweise wird beschrieben, dass die Menschen Nachtschweiß haben. Das ist neu“, erklärt Bushuven. Auch Halskratzen, Kopf- und Muskelschmerzen seien im Zusammenhang mit Omikron beobachtet worden.

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Bereits nach 3 Monaten impfberechtigt

Die Impfquote im Landkreis Konstanz steigt immer weiter. Aktuell liegt sie laut Landratsamt bei 66 Prozent, im Land Baden-Württemberg bei 65,9 Prozent. Um diese Steigerung aufrechtzuerhalten, will der Landkreis regelmäßig neue Impftermine anbieten. Termine für die Impfaktionen gibt es unter www.etermin.net/impfen-kn. „Wir laden auch dazu ein, sich schon nach drei Monaten einen solchen Termin zu suchen und sich boostern zu lassen“, sagt der Landrat. Denn die Stiko habe jüngst diese Empfehlung herausgegeben.

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Ein weiterer Grund zur Booster-Impfung: Wie viel Impfstoff Anfang 2022 zur Verfügung stehe, sei noch nicht gesichert. „Auch zwischen den Jahren wird es Impfangebote geben“, wirbt Danner. Am Mittwoch könne man sich zum Beispiel ohne Termin im Bodenseeforum in Konstanz impfen lassen.