Omikron ist da, sagt Stefan Basel, Sozialdezernent des Kreises Konstanz, bei der Corona-Konferenz. „Die Fallzahlen steigen stark an“, sagt er. Aktuell gibt es laut dem Landesgesundheitsamt 1487 gemeldete Fälle in den vergangenen sieben Tagen (Stand: 17.1.) im Kreis. Vor einer Woche waren es noch 995. Die Inzidenz liegt bei 518,3, vor einer Woche lag sie bei 346,8.

  • Lage in den Kliniken: Obwohl die Infiziertenzahlen steigen, sprechen der ärztliche Direktor Frank Hinder (Hegau-Bodensee-Kliniken) und der Leiter der Notaufnahme in Konstanz Ivo Quack von einer „Verschnaufpause“. Hinder formuliert es so: „Delta geht und Omikron ist noch nicht da.“ Bisher behandele man zurzeit nur einen Omikron-Fall auf der Intensivstation in Singen, vier Corona-Fälle befänden sich auf der Normalstation. In Radolfzell seien drei Corona-Erkrankte in Behandlung. Laut Quack liegen momentan fünf Corona-Patienten auf der Normalstation.
  • Impfstützpunkte: Das Sozialministerium in Stuttgart hat erlassen, dass pro 30.000 Einwohner eine Impfeinheit bestehen bleiben soll. „Das heißt, wir werden für den Landkreis Konstanz neun solcher Einheiten haben“, erklärt Basel. Diese Impfeinheit sollen aus einem Arzt, zwei Medizinischen Fachangestellten (MFA), zwei administrativen und einer Sicherheitsfachkraft bestehen. „Das wird sich aber etwas aufteilen zwischen den mobilen Teams, die wir beim GLKN angesiedelt haben, und den Teams, die an den festen Standort sein werden“, erläutert der Sozialdezernent weiter. Für die Monate Februar und März habe man die Zusage des Landes für drei feste Impfstützpunkte erhalten. „Wir wollen als Landkreis aber in der Fläche bleiben. Die Standorte Konstanz, Singen, Radolfzell und Stockach wollen wir als niederschwellige Angebote mit Terminvereinbarung beibehalten“, so Basel.
Das könnte Sie auch interessieren
  • Booster-Impfungen: Welche Vorteile und Risiken eine Booster-Impfung bringt, damit hat sich Stefan Bushuven, Mediziner und Krankenhaushygieniker am GLKN, auseinandergesetzt. Viele neue Studien seien dazu publiziert worden, die zeigen „wie wertvoll und sinnvoll diese Impfungen sind – insbesondere die Boosterung gegen Omikron.“ Bushuven erklärt, dass die Boosterung eine Art Gebrauchsanweisung für die Zellen sei, damit sie sich gegen Corona zur Wehr setzen könnten.
  • Impfungen für Kinder: Seit Ende 2021 können sich auch Kinder ab 12 Jahren boostern lassen. Doch wie sinnvoll ist das für Kinder? Bushuven sagt dazu: „Grundsätzlich ist jede Impfung immer eine individuelle Abstimmung mit jeweiligen Dienstarzt. Aber wenn man die Daten anschaut: Ja, halte ich für sinnvoll.“ Für Kinder und Jugendliche zeigten sich doch deutliche Vorteile. Dabei gehe es vor allem um Long-Covid. „Es ist aber immer eine Risikoabwägung“, betont er.