Gaby Hotz bekannte bei der Mitgliederversammlung des Kreisseniorenrats im Landratsamt, sie wolle mit dem ganzen Team arbeiten, und vor allem die Digitalisierung sowie den Klimaschutz voranbringen. Letzteres sei schon lange ihr Herzensthema. „Ich denke, Senioren sollten sich dem Thema nicht verschließen. Es geht um unsere Kinder und Enkel“. Der Dialog mit den jungen Köpfen, die den Klimaschutz einfordern, sei notwendig.

Hotz ist als Koordinatorin der seniorenfreundlichen Handwerkerleistungen bekannt. Ihr zur Seite stehen im neu gewählten Vorstand Albert Blessing, Harry Fuchs, Claudia Brackmeyer und Gabriele Glocker, die sich alle schon vorher im Seniorenrat engagiert hatten.

Ehrenvorsitzende erklären Rückzug

Die 66 Jahre alte Gaby Hotz steht nun einem Kreisseniorenrat vor, aus dem sich viele der bewährten Kräfte zurückziehen. Der 74 Jahre alte bisherige Vorsitzende Bernd Eberwein konnte zum Abschied einen Neuanfang feiern. Er wurde zum Ehrenvorsitzenden im geschäftsführenden Vorstand ernannt. Er ist privat gerade durch einen Krankheitsfall stark gefordert.

Die bisherigen Ehrenvorsitzenden erklärten ihren Rückzug: „Nach 20 sehr erfüllenden Jahren werde ich die aktive Mitarbeit beenden“, kündigte Fredis Feiertag an. Und Dietrich Eckhardt sagte „leise Servus“. Jetzt seien Jüngere am Zug. Auch Rudolf Gerspacher, der zuletzt noch Satzungsänderungen in die Wege geleitet hatte und als Spezialist fürs Soziale gilt, will kürzer treten. Eckhardt und Gerspacher wurden aber zu Ehrenmitgliedern des Gremiums ernannt.

Viel Lob von Landrat Zeno Danner

Landrat Zeno Danner erinnerte an die herausragende Rolle, die der Kreisseniorenrat unter Bernd Eberwein gespielt hatte, als es um die Corona-Impftermine ging, aber viele über die Hotline keinen Termin bekamen. Im Rückblick auf das Verfahren sagte Danner: „Es war eigentlich eine Frechheit“. Erst in Zusammenarbeit mit dem Kreisseniorenrat sei es zum Durchbruch gekommen. Man habe die Warteliste selbst abtelefoniert und vielen Menschen planungssichere Termine angeboten. Er danke Eberwein für sein Engagement.

Zu Fredis Feiertag, die von 2005 bis 2009 Vorsitzende war und unter deren Regie der Kreisseniorenrat zu einer gesellschaftlich anerkannten Institution wurde, sagte der Landrat: „Sie sind eine Instanz in Konstanz und dem Landkreis.“ Auch ihr komme allerhöchste Ehre zu.

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Auch Caritas-Vorstand Andreas Hoffmann erinnerte an die Leistungen des alten Kreisseniorenrats. Er sieht in der Revolution der Pflege, in der viel mehr Einjahreskräfte zum Einsatz kommen werden, ein Thema fürs künftige Team.

„Alles sehr unangenehm“

„Das ist mir alles sehr unangenehm“, erklärte Bernd Eberwein. Er meinte damit das viele Lob, mit dem seine Arbeit als Vorsitzender des Kreisseniorenrats seit 2013 bedacht wurde. Er würde die Lorbeeren gern gerecht auf das gesamte Team des Kreisseniorenrats verteilt sehen, so Eberwein.