Es ist ruhig geworden um die Regionalbusse im Kreis Konstanz. Das Verkehrschaos, das es seit Jahresbeginn mit den Bussen vor allem der Firma Stadtbus Tuttlingen Klink GmbH gab, ist in der Corona-Krise fast vergessen – aber nur fast. Der SÜDKURIER hat beim Landratsamt Konstanz nachgefragt, wie es mittlerweile um die Regionalbusse steht. Sind die Fahrzeuge endlich mit der richtigen Technik ausgestattet? Oder hat sich das Chaos während der Pandemie selbst reguliert?

Baustellen stören Betriebsablauf

„Das Landratsamt prüft die Einhaltung der Qualitätskriterien fortlaufend und ständig“, antwortet Pressesprecherin Marlene Pellhammer auf Nachfrage. Man spüre aber deutlich, dass sich die Firma Klink sehr anstrenge. Das spiegle sich auch in den Rückmeldungen der Fahrgäste wider: „Insgesamt haben sich Beschwerden auf ein normales Maß reduziert und sind auch derzeit vornehmlich auf andere Ursachen zurückzuführen, wie zum Beispiel Baustellenumleitungen.“

Das Fahrgastaufkommen ist während der Corona-Krise deutlich gesunken.
Das Fahrgastaufkommen ist während der Corona-Krise deutlich gesunken. | Bild: Jarausch, Gerald

Durch viele baustellenbedingte Umleitungen komme es zurzeit immer wieder zu Schwierigkeiten im Betriebsablauf. Dies liege aber nicht im Verantwortungsbereich der Firma Klink. Eine der größten Baustellen befindet sich vor dem Singener Hauptbahnhof

Weniger Fahrgäste und neue Bordcomputer

Ein Grund, warum es vielleicht auch weniger Beschwerden gibt, sind die geringeren Fahrgastzahlen. Genaue Zahlen könne man aber nicht nennen. „Es gibt keine Daten über die Auslastung der Busse“, sagt die Pressesprecherin.

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Dafür seien mittlerweile alle Busse mit der notwendigen Technik ausgestattet. „Auch das Anmelden der Busfahrer an den Bordcomputern funktioniert, sodass nachvollzogen werden kann, welcher Bus wann auf welcher Strecke unterwegs ist“, erklärt Pellhammer. Verfahren würden sich die Fahrer übrigens auch nicht mehr.

Kreistag entscheidet im Juli über eigene Verkehrsgesellschaft

Ob der Landkreis, wie im März vorgeschlagen wurde, eine eigene Verkehrsgesellschaft gründet und die Busse und die Fahrer der Firma Klink übernimmt, ist noch unklar. Darüber werde im Ausschuss für Technik und Umwelt am 22. Juni und anschließend im Kreistag am 27. Juli entschieden. Bis dahin heißt es abwarten.