Es gibt verhaltene Zeichen der Hoffnung. So beginnt Landrat Zeno Danner die wöchentliche Corona-Konferenz des Landratsamts Konstanz. „In den letzten Tagen war der Anstieg an Fallzahlen langsamer, als es in der Vergangenheit war“, sagt er. Am Dienstagmorgen seien die Fallzahlen der Neuansteckungen deutlich niedriger gewesen als noch in der Vorwoche. Das mache ihm Hoffnung.

Lage in den Kliniken des GLKN

Auch die Ärztlichen Direktoren Frank Hinder von den Hegau-Bodensee-Kliniken (HBK) und Marcus Schuchmann (Klinikum Konstanz) spüren eine leichte Entspannung. „Vor etwa zwei Wochen hat uns die Omikron-Welle erfasst und auch zu erheblichen Personalausfällen geführt, sodass wir unser elektives – also planbares – Programm anpassen mussten“, sagt Marcus Schuchmann. Das gelte weiterhin. Nicht alle Operationen könnten stattfinden. Aber: „Die Situation hat sich seit letzter Woche auch etwas beruhigt“, erklärt er. Momentan seien im Klinikum Konstanz 14 Patienten mit nachgewiesener Covid-Erkrankung aufgenommen, zwei von ihnen lägen auf der Intensivstation. „Der Trend setzt sich schon fort, dass die Intensivstationen nicht mehr so belastet sind“, sagt er. Ein Grund sei die Verfügbarkeit von Medikamenten, die man im Vorfeld oder zu Beginn der Erkrankung geben könne, um den Verlauf abzuschwächen.

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Auch Frank Hinder hat Hoffnung geschöpft: „Schlimmer geht ja immer. Aber dieses Mal haben wir eine leichte Entspannung in unseren Krankenhäusern verglichen mit letzter Woche, als es wirklich sehr, sehr eng war.“ Auf den Allgemeinstationen der HBK liegen 45 Personen (Stand: 22.2.) wegen einer Corona-Infektion. 18 Infizierte und ein Verdachtspatient befinden sich in Singen, 24 Erkrankte in Radolfzell und zwei Verdachtsfälle. Beim Personal fehlten noch rund 80 Pflegekräfte im HBK. In der Woche zuvor waren es rund 100.

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Lage in der Kinderklinik

Laut Hinder befinden sich in der Kinderklinik nur drei Kinder mit ihren infizierten Müttern. Auch hier entspanne sich die Lage im Vergleich zur Vorwoche. „Das ist auch gut so“, sagt Hinder.

Wann kommt der Impfstoff Novavax?

Der Impfstoff Novavax soll bald vom Land Baden-Württemberg ausgeliefert werden. „Wir warten fast stündlich darauf, dass die Ansage kommt, wie viel zu uns in den Kreis kommt“, sagt Landrat Danner. 190.000 Impfdosen sollen für das Land bereitgestellt werden. „Heruntergerechnet auf den Landkreis bekommen wir ungefähr 4000 Impfdosen. Davon müssen wir ungefähr die Hälfte für Zweitimpfungen zurücklegen. Das war mal die Ansage. Aber genaue Zahlen habe ich nicht“, erklärt er.

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Vorgesehen sei der Impfstoff für bislang ungeimpfte Pflegekräfte, da am 15. März die einrichtungsbezogene Impfpflicht in Kraft tritt. Danner hofft, dass sich dann möglichst viele bisher impfskeptische Pflegekräfte damit impfen lassen werden.