Wegen eines Lecks wird die erste E-Fähre auf dem Bodensee später in Betrieb gehen als geplant. Durch den Schaden an der Schiffshülle sei Wasser in einen der Batterieräume gelangt, sagte ein Sprecher der Werft Ostseestaal am Mittwoch in Stralsund, bei der die Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) in Konstanz das Schiff in Auftrag gegeben hatten. Dabei seien auch Batteriemodule beschädigt worden und müssten nun ersetzt werden. Die Übergabe des E-Schiffes werde sich daher „um einige Wochen verzögern“. Zunächst hatte der SWR berichtet.

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Zeitplan gerät durch Zwischenfall durcheinander

Der Schaden entstand demnach, als das Schiff nach dem Stapellauf noch einmal für Arbeiten in eine Halle geholt wurde. Dabei sei das Schiff gegen einen Bautisch gestoßen – eine Vorrichtung, mit der das Schiff waagerecht gebaut werden kann. Der Schaden sei „überschaubar“, sagte der Sprecher. Der Zeitplan sei dadurch aber durcheinandergeraten.

Die Taufe der bislang „MS Artemis“ benannten E-Fähre solle dennoch wie geplant am Sonntag, 17. Juli, auf der Insel Mainau in Konstanz stattfinden. Ob dann auch eine Rundfahrt mit Gästen möglich ist, werde aber erst in den kommenden Tagen entschieden, sagte der Sprecher der Werft.

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Das erste E-Schiff der BSB soll künftig bis zu 300 Menschen von Uhldingen über den See zur Insel Mainau bringen. Dazu verfügt das Schiff über eine 1000 Kilowattstunden umfassende Batterie, die in der Mittagspause und nachts aufgeladen wird. Für einen möglichst sparsamen Verbrauch ist das Schiff mit 15 Kilometern pro Stunde im Wasser unterwegs. Eigentlich sollte das 3,6 Millionen Euro teure Schiff vom 18. Juli an zu ersten Begrüßungsfahrten aufbrechen.

(dpa)