Die Zahl der positiv getesteten Personen im Landkreis Konstanz wird immer kleiner. Stand 15. Juni waren drei Personen beim Gesundheitsamt Konstanz als Corona-Patienten gemeldet. Von daher blickt Marie-Luise Weber vom Gesundheitsamt positiv in die Zukunft: „Wenn wir diese Woche keinen neuen bestätigten Fall mehr bekommen, sind wir mit etwas Glück kommende Woche coronafrei.“

Eine Schaufensterpuppe in der Waldshuter Wallstraße trägt einen selbstgenähten Mund-Nasen-Schutz. Ab Montag, 27. April, gilt in Baden-Württemberg Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr. Bild: Juliane Schlichter
Eine Schaufensterpuppe in der Waldshuter Wallstraße trägt einen selbstgenähten Mund-Nasen-Schutz. Ab Montag, 27. April, gilt in Baden-Württemberg Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr. Bild: Juliane Schlichter | Bild: Schlichter, Juliane

Corona-App ist kein Allheilmittel, aber ein Frühwarnsystem

Auch wenn das gute Nachrichten seien, sollten alle weiterhin wachsam bleiben, findet der Konstanzer Landrat Zeno Danner bei einer Pressekonferenz. Deshalb befürwortet er die neue Corona-Warn-App des Robert-Koch-Instituts. „Wenn die App etwas hilft, ist es ein ganz einfaches Angebot, was niemanden wirklich wehtut“, sagt er. Noch habe er sich die App nicht selbst heruntergeladen, werde es aber noch tun.

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Auch die Ärztlichen Direktoren Frank Hinder von der Hegau-Bodensee Klinik in Singen und Marcus Schuchmann vom Klinikum Konstanz halten die App für sinnvoll. „Die App ist kein Allheilmittel. Doch wenn die Zahlen wieder ansteigen sollten, kann die App einen Beitrag zur Bekämpfung beisteuern. Ich hoffe, dass viele sie nutzen. Dann kann sie als Frühwarnsystem funktionieren“, sagt Schuchmann. Sein Kollege Hinder schließt sich der Meinung an und fügt hinzu: „Aber weiterhin gilt: Abstand halten und Masken tragen.“

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Maskenträger verteilen nicht so viele Erreger in der Luft

Wie sinnvoll das Tragen der Masken sein kann, hat Hygieneexperte Stefan Bushuven von den Hegau-Bodensee Kliniken untersucht. Dazu hat er Probanden mit und ohne Mundschutz über einer Petrischale mit einer Nährbodenlösung sprechen lassen. Das Ergebnis: Trägt eine Person eine Maske, landet auf dem Nährboden ein dicker Tropfen. Dort bilden sich Bakterien. „Das ist nicht schlimm. Der Tropfen sinkt sofort zu Boden“, erklärt Bushuven.

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Bei Personen ohne Mundmaske sieht das Ergebnis anders aus. Dort befinden sich auf der Petrischale viele verstreute Ansammlungen von Bakterien. „Die Tropfen sind kleiner und schweben länger in der Luft. In engen Räumen kann das zum Problem werden“, sagt Bushuven.

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