Fast schon kann man das Aufatmen im Landratsamt und im Gesundheitsamt Konstanz hören. Die Inzidenzen im Kreis Konstanz schwanken seit über einer Woche zwischen 18 und 25. Zuletzt sind sie zwar leicht angesteigen. Dennoch ist die Entspannung in den Ämtern spürbar.

Philipp Gärtner, erster Landesbeamter, bringt es bei der wöchentlichen Corona-Konferenz des Landratsamtes auf den Punkt: „Es gibt von unserer Seite gar nicht so arg viel Neues zu berichten. Das für sich ist ja schon eine positive Nachricht. Die Dinge scheinen sich zu stabilisieren.“

Hoffen auf die Öffnungsstufe 3

Seit Samstag und Montag gibt es im Kreis Konstanz viele Lockerungen. Sie betreffen unter anderem Einzelhandel, Kulturveranstaltungen, Kontaktbeschränkungen und Sport. Trotzdem gibt es immer wieder Unsicherheiten, wo zum Beispiel noch eine Testpflicht erforderlich ist. Wer in einem Geschäft einkaufen möchte, braucht keinen Test. Wer in ein Restaurant geht, braucht aktuell noch einen.

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„Es gibt wohl Signale aus Stuttgart, ich formuliere das jetzt sehr vorsichtig, dass die Corona-Verordnung kurzfristig überarbeitet werden soll. Wir wissen da auch nichts ganz Konkretes“, sagt Gärtner. Man höre davon, dass für Landkreise, die lange unter der Inzidenz von 50 seien, die Öffnungsstufe 3 vorgezogen werden könnte.

„Vielleicht tut sich da auch was im Bereich der Außengastronomie, dass da die Testpflicht wegfällt. Wir sind da intensiv am Beobachten und Abwarten“, sagt Gärtner vorsichtig. Der Landkreis führt die Verordnung nur aus, kann sie aber nicht ändern. Das müsste das Land tun.

Die Lage in den Krankenhäusern

Auch aus den Kliniken des Gesundheitsverbundes Landkreis Konstanz (GLKN) gibt es gute Nachrichten. In Singen liegen laut Frank Hinder, Ärztlicher Direktor der Hegau-Bodensee-Kliniken, zwei Patienten auf der Intensivstation in Singen und sechs Patienten auf der Allgemeinstation in Radolfzell, die in Zusammenhang mit dem Coronavirus behandelt werden.

„Ansonsten sind wir im Normalbetrieb“, sagt Hinder. Im Klinikum in Konstanz werden laut Hans-Joachim Kabitz, Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie, nur noch zwei Patienten behandelt.

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Laut den Ärzten schwankt die Altersstruktur der Corona-Patienten momentan zwischen 50 bis 70 Jahre. Besonders junge Patienten seien aktuell nicht in Behandlung in den Krankenhäusern.

Derzeit kreisweit nur ein Fall der indischen Mutation bekannt

Zurzeit gelten im Landkreis Konstanz 133 Personen (Stand: 1.6.) als infiziert. Die meisten Personen haben sich dabei mit der Virusvariante B 1.1.7 (britische Mutante) angesteckt. Nur ein Einwohner aus dem Kreis habe sich mit der indischen Variante infiziert. Die Erkrankung sei aber ausgestanden und habe auch keine weiteren Fälle nach sich gezogen, so Sozialdezernent Stefan Basel.