Die Aussichten sind eher mau: Am heutigen 11.11. werden keine Veranstaltungen zum Fasnachtsauftakt stattfinden – nicht um 11:11 Uhr, nicht um 20:11 Uhr. Auch keine Mitgliederversammlung, die viele Narrenzünfte gerne auf den 11. November legen. Laut Corona-Verordnung sind sowohl Restaurants und Kneipen geschlossen als auch Versammlungen verboten, bei der Angehörige von mehr als zwei Haushalten zusammenkommen.

Bild: Fricker, Ulrich

Zünfte werden keine Veranstaltungen geben

Rainer Hespeler, Vorsitzender der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee, formuliert es klar: „Alle Veranstaltungen zum 11.11. sind abgesagt, keine unserer Mitgliedszünfte wird etwas unternehmen.“ Die Narrenvereinigung gehe nach der Vorgabe vor: Was laut Corona-Verordnung erlaubt sei, das soll auch veranstaltet werden. Im Moment sei allerdings so gut wie nichts erlaubt. „Ich gehe davon aus, dass die Zünfte sich an die Vorgaben halten“, hofft Hespeler.

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Der Stadt Konstanz lägen ebenfalls keine Hinweise darauf vor, dass private Fasnets-Auftakt-Partys gefeiert würden, schreibt Walter Rügert, Pressesprecher der Stadt Konstanz. Die Gastronomie halte sich an die Schließzeit im November und die Stadt gehe davon aus, dass dies am 11.11. ebenfalls der Fall sein werde. Allerdings kontrolliere das Ordnungsamt täglich, ob die Corona-Verordnung eingehalten werde – bei Verstößen werde eingeschritten.

Rainer Hespeler erklärt, wie er im Nachtgebet um die Ehrengerstensafterwürde bettelte.
Rainer Hespeler erklärt, wie er im Nachtgebet um die Ehrengerstensafterwürde bettelte. | Bild: unbekannt

Die Hoffnung der Narren liegt auf Februar

Dass im Moment jegliche Fasnachtsaktivitäten ausfallen, ist für Rainer Hespeler noch nicht allzu dramatisch. „In der Zeit können wir uns mit der eigentlichen Fasnacht befassen“, sagt der Präsident der Narrenvereinigung. Im Februar werde der Teil-Lockdown hoffentlich beendet sein und kleinere Zusammenkünfte wieder möglich.

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Hespeler ist zuversichtlich, dass kleinere Veranstaltungen wie ein Narrenbaumstellen, ein Rathaussturm oder eine Schulbefreiung an Fasnacht wieder möglich sein werden. „Uns ist es lieber, wenn diese Aktivitäten von Zünften mit Hygienekonzept organisiert werden als wenn es wilde, unkontrollierbare Feiern gibt.“