Eines ist klar: „Ein hartes Jahr“, so formuliert es Jürgen Wagner, wenn er auf das vergangene Jahr zurückblickt. Trotz aller Schwierigkeiten sei es für die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft im Bezirk Bodensee-Konstanz erfolgreich verlaufen, erläutert der Stellvertretende Vorsitzende und Justiziar.

Kaum Kurse und Ausbildungen

„Aufgrund der Corona-Lage und dem zeitweisen Lockdown konnten im Jahr 2020 nahezu keine Veranstaltungen stattfinden. Auch Anfängerschwimmkurse und andere Aus- und Fortbildungen waren hiervon radikal betroffen“, berichtet Wagner gegenüber dem SÜDKURIER. Die in Stockach geplanten Landesmeisterschaften mussten ebenfalls ausfallen. Die 15 DLRG-Gruppen mit ihren 3785 Mitgliedern leisteten trotz der Pandemie ehrenamtlich 31.895 Stunden bei Einsätzen, Pflege und Instandhaltung sowie in Organisation und Verwaltung.

Jürgen Wagner, DLRG-Vize: „Aufgrund der Corona-Lage und dem zeitweisen Lockdown konnten im Jahr 2020 nahezu keine Veranstaltungen stattfinden.“
Jürgen Wagner, DLRG-Vize: „Aufgrund der Corona-Lage und dem zeitweisen Lockdown konnten im Jahr 2020 nahezu keine Veranstaltungen stattfinden.“ | Bild: Nikolaj Schutzbach

Landkreisweit erbrachten die Lebensretter 382 Einsätze im Rettungsdienst sowie 803 Erste-Hilfe-Leistungen. 33 Veranstaltungen sicherten sie ab, die Einsatzleitung wurde fast 100 Mal alarmiert. 20 Lebensrettungen beinhalteten 16 Rettungen vor dem Ertrinken, davon eine unter Lebensgefahr für den Retter selbst sowie fünf Wiederbelebungen, zudem 44 technische Hilfeleistungen.

Helfer im Kreisimpfzentrum

Seit Herbst arbeiten Vertreter des DLRG-Bezirks auch in der Organisation des neuen Kreisimpfzentrums mit. „Ursprünglich war geplant, von Beginn an Helfer von allen Hilfs- und Rettungsorganisationen einzusetzen; dies hat sich mittlerweile aber doch etwas relativiert und man konzentriert sich zunächst auf ehrenamtliche Hilfe für die mobilen Impfteams“, erläutert Wagner.