Sie versuchen es einfach immer wieder – und haben viel zu oft Erfolg. Betrüger haben in den vergangenen Tagen wieder besorgte Frauen in die Falle gelockt, wie das Polizeipräsidium Konstanz in einer Pressenotiz mitteilte.

Die Täter meldeten sich demnach bei einigen Smartphone-Besitzerinnen in der Region und gaben sich unter einem Vorwand als deren Töchter aus. „Aus Sorge wegen der angeblichen finanziellen Nöte der Kinder haben die meisten Mütter bezahlt und später die unüberlegte Hilfe bereut“, so Polizeisprecher Uwe Vincon.

Uwe Vincon, Leiter der Pressestelle des Polizeipräsidiums Konstanz.
Uwe Vincon, Leiter der Pressestelle des Polizeipräsidiums Konstanz. | Bild: Polizeipräsidium Konstanz

Dabei hatte eine 71-Jährige aus Rielasingen-Worblingen am Freitag, 17. Juni, noch Glück. Auch sie überwies in gutem Glauben mehr als 3000 Euro auf ein Konto ihrer vermeintlichen Tochter. Diese meldete sich aber kurz nach der Überweisung und wusste von allem nichts. Dank einer sofortigen Benachrichtigung der Bank konnte die Transaktion noch verhindert werden.

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Ob eine 82-jährige Frau aus Bodman-Ludwigshafen, die knapp 3000 Euro an einen Betrüger überwies, wieder an ihr Geld kommt, ist dagegen unklar. Sie wurde am Donnerstag, 16. Juni, mit derselben Masche hereingelegt.

65-Jährige reagiert in letzter Sekunde richtig

Alles richtig gemacht hat laut Vincon eine 65-jährige Singerin, die am selben Tag eine Nachricht erhielt und zwei Überweisungen über zusammen 3500 Euro veranlassen sollte. Obwohl ihr vorgegaukelt werden sollte, dass das Handy der Tochter defekt ist, rief sie bei ihrem Kind an – der Betrug blieb so im Versuchsstadium stecken.

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„Vermutlich gab es noch zahlreiche weitere Fälle, die bei der Polizei gar nicht angezeigt wurden“, sagt Vincon. Das Polizeipräsidium Konstanz ist auch für die Kreise Rottweil, Tuttlingen und den Schwarzwald-Baar-Kreis zuständig – dort stelle man aktuell ebenfalls wieder vermehrt solche Betrügereien fest.

Die Polizei warnt vor derartigen Nachrichten und rät, sich nie unter Druck setzen und bei Geldforderungen per Whatsapp oder E-Mail immer höchste Vorsicht walten zu lassen. Wer Opfer eines Betrugs geworden ist, sollte sich umgehend mit der Hausbank in Verbindung setzen.