Es war eine schwierige Zeit: Home-Schooling, digitale Herausforderungen, kein Präsenzunterricht. Schülern, Lehrern und Eltern tat das nicht gut und alle freuten sich, wieder in die Schule zu dürfen. Das alles ist bekannt.

Die eigentliche Probe aber steht bevor: Wie schaffen es die Pädagogen, Versäumtes in die Köpfe der Schüler zu bekommen? Der Aktionismus nach Problemlagen ist groß, es folgt Programm auf Programm. Immerhin hat die Politik verstanden: Wir brauchen nicht nur digitalisierte Klassenzimmer, wir brauchen den engagierten Lehrer. Denn Online-Unterricht macht einsam.

Es ist richtig, dass eine zweiwöchige Sommerschule mit studentischem Personal die Inhalte nicht wird vermitteln können. Es ist eher ein Symbol. Trotzdem ist es beachtlich, dass sich Schüler anmelden und sich ums Lernen bemühen wollen. Ein Akt der Solidarität wäre es, wenn mehr ihrer Lehrer ihnen dabei helfen würden. Auch sie sind erschöpft. Aber das sind Krankenschwestern, Ärzte, Verkäufer und um die Existenz bangende Gastwirte auch. Schülern könnte es viel bedeuten, wenn sie erkennen, wie wichtig ihr Lernfortschritt und ihre Zukunft ihren Lehrern sind.