Genau 21 Tage lag Makvala S. aus Mulhouse im Klinikum Konstanz. Sie ist eine von fünf französischen Covid-19-Patienten, die im Landkreis Konstanz zur Behandlung aufgenommen wurden. 21 Tage ist es nun her, dass sie mit einem Hubschrauber gebracht wurde. Sie lag im Koma, wurde intubiert und beatmet. Jetzt steigt die 70-Jährige selbstständig in den Hubschrauber ein. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes Konstanz hervor.

Eine Entscheidung, die Leben rettet

Die 70-jährige Elsässerin war als erste Covid-19-Patientin ins Klinikum Konstanz gekommen, nun konnte sie als geheilt entlassen werden, freut sich der Ärztliche Direktor Prof. Marcus Schuchmann. Sie ist eine der fünf Patienten aus dem Elsass, die der Gesundheitsverbund (GLKN) in seinen beiden Kliniken in Konstanz und Singen aufgenommen hat.

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Die Aufnahme der französischen Patienten hat vielleicht über Leben und Tod entschieden, sagte Landrat Zeno Danner bei einer Pressekonferenz im Landratsamt vor einiger Zeit. Denn im Elsass gebe es nicht mehr genug Beatmungsplätze für Corona-Patienten. Deshalb habe sich das Nachbarland hilfesuchend an Deutschland gewandt.

Ein Zeichen der Solidarität

„Wir haben die Kapazitäten und konnten deshalb helfen“, sagt Landrat Zeno Danner über die Genesung der französischen Patientin, und weiter: „Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, den französischen Nachbarn in dieser großen Krise beizustehen und Europa auch zu leben.“

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„In diesen Zeiten zählen mehr denn je der Zusammenhalt und die Solidarität untereinander“, sagt auch Bernd Sieber, Vorsitzender der Geschäftsführung des GLKN. Er hofft, dass auch die verbleibenden französischen Patienten bald geheilt ihre Heimreise antreten können.

Und wie geht es im GLKN weiter?

Werden weiterhin französische Patienten aufgenommen? Danner und Sieber bekräftigen beide ihre Bereitschaft, weitere Patienten aus Frankreich, aber auch aus Italien oder der Schweiz aufnehmen zu wollen, wenn der Bedarf da sei und die Kapazitäten es zulassen.