Die Sanierung der Kreisstraße 6178 durch das Wasserburger Tal bei Eigeltingen wird „etwas günstiger als ursprünglich berechnet“, verkündet Landrat Zeno Danner im Technischen und Umweltausschuss des Kreistages Konstanz. Sofort wird er von Georg Geiger, FDP-Fraktionsvorsitzender, korrigiert: „Es wird nicht etwas günstiger. Es sind 338.000 Euro gegenüber dem Haushaltsansatz. Das ist schon eine stolze Zahl.“

Im Sommer und im Winter wird die K 6178 so glatt, dass vor allem Zweiradfahrer gefährdet werden. Dazu kommen Schlaglöcher und abbrechende Bankette.
Im Sommer und im Winter wird die K 6178 so glatt, dass vor allem Zweiradfahrer gefährdet werden. Dazu kommen Schlaglöcher und abbrechende Bankette. | Bild: Susanne Schön

Ursprünglich sollte die Sanierung der schwer beschädigten K 6178 insgesamt 1,2 Millionen Euro kosten. Jetzt liegt ein Angebot in Höhe von 862.000 Euro vor, dem der Ausschuss zugestimmt hat. Doch Ralf Baumert, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion und Bürgermeister von Rielasingen-Worblingen, macht dieses günstige Angebot etwas Sorgen. „Ist das Angebot LV-konform (Leistungsverzeichnis)? Ist da alles straßentechnisch enthalten, was wir ausgeschrieben haben?“, fragt er skeptisch nach. „Die Straße kommt wie bestellt, aber günstiger“, versichert Danner. Auch das Bankett der eher schmalen Straße werde mit Schotter verdichtet, sodass auch schwere Lkw auf den Seitenstreifen ausweichen können.

Dringend nötiges Geld

Über 300.000 Euro kann der Kreistag nun einsparen – in der Corona-Krise sei das auch bitter nötig, finden einige Kreisräte. Sie freuen sich über das zusätzliche Haushaltsgeld. Aber einer möchte den unverhofften Geldsegen gleich wieder ausgeben: Georg Geiger von der FDP-Fraktion. Er will mit dem Geld die ebenfalls sanierungsbedürftige K 6129 Stetten-Hegaublick noch in diesem Jahr sanieren.

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Kreisstraße 6129 soll profitieren

In der vergangenen Kreistagsitzung wurde beschlossen, dass die K 6129 in diesem Herbst noch ausgeschrieben wird, aber Baubeginn erst 2021 sein solle. Bezahlt werden müssten diese Arbeiten dann erst mit dem Geld des kommenden Haushaltes. Dieser Beschluss geht auf die Anregung von Johannes Moser (FW) zurück. Er ist Bürgermeister der Stadt Engen, zu der Stetten gehört.

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„Anlass für mich war das sehr gute Ausschreibungsergebnis mit einer Einsparung von 338.000 Euro“, schreibt Geiger im Nachgang an den SÜDKURIER. Immerhin haben sich sechs Unternehmen auf die Ausschreibung zur Sanierung im Wasserburger Tal beworben. „Das ist selten“, sagt er. Viele der Angebotspreise seien unter den Marktpreisen im Jahr zuvor. Bis zu 25 Prozent günstiger fielen diese aus. „Ich bin der Meinung, dass man diese gute Marktsituation nutzen sollte“, schreibt Geiger. Doch ob und wie das eingesparte Geld nun verwendet wird, darüber ist im Ausschuss nicht entschieden worden.

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