Ein Auto, pickepacke voll bis unter das Dach mit Drogen – das ist auch kein alltäglicher Fund für die Beamten des Hauptzollamts Singen. Das sagt Mark Eferl, Pressesprecher des Hauptzollamtes gegenüber dem SÜDKURIER. Dennoch haben laut der Pressemitteilung der Behörde zwei Beamte Anfang Oktober einen 54-jährigen Autofahrer auf der B 33 bei Allensbach-Hegne nachts gegen vier Uhr angehalten und genau das vorgefunden: 53 Kilogramm Marihuana in elf Tüten im Wert von einer halben Million Euro.

„Die Drogen stapelten sich im Schmugglerfahrzeug bis unter das Dach“, heißt es dazu in einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung des Hauptzollamts Singen.

Das könnte Sie auch interessieren

Aufgefallen sei der Zollstreife das vollbepackte Fahrzeug mit Schweizer Zulassung bereits am Ortsausgang von Konstanz. Auf Höhe Allensbach-Hegne sei es den Zöllnern dann gelungen das Fahrzeug für eine Kontrolle aus dem Verkehr zu ziehen. Der 54-jährige Fahrer habe auf Befragen gegenüber den Zöllnern angegeben, dass er gerade aus der Schweiz eingereist sei und eine größere Menge THC-freier Cannabisblüten zu medizinischen Zwecken transportieren würde.

Fahrer behauptet: Cannabisblüten enthielten kein THC

Aber das entsprach wohl nicht ganz der Wahrheit: Ein Vorort durchgeführter Schnelltest und der Einsatz eines Rauschgiftspürhundes brachten jedoch etwas anderes zutage: Die elf im Auto aufgefundenen vakuumierten Beutel enthielten keineswegs nur rauschfreie Cannabisblüten, sondern insgesamt 53 Kilogramm THC-haltiges Marihuana.

Das Marihuana hat einen Straßenverkaufswert von einer halben Millionen Euro.
Das Marihuana hat einen Straßenverkaufswert von einer halben Millionen Euro. | Bild: Hauptzollamt Singen

Nun wird gegen den Fahrer wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ein Strafverfahren eingeleitet. Laut der Pressemitteilung stellten die Beamten Betäubungsmittel im Straßenverkaufswert von über einer halben Million Euro sicher.

Der Mann wurde vorläufig festgenommen und dem Haftrichter beim Amtsgericht Konstanz vorgeführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Konstanz erging gegen ihn Haftbefehl. Die weiteren Ermittlungen, welche noch andauern, führt das Zollfahndungsamt in Stuttgart.

Das könnte Sie auch interessieren

In diesem Jahr war dies aber nicht der einzige große Drogenfund. Im März erwischten die Zöllner einen Schmuggler mit 50 Kilogramm Haschisch, im April hatte es jemand mit 60 Kilogramm Haschisch über die Grenze probiert, im Mai ertappten die Beamten jemanden mit 2,2 Kilogramm Heroin und im Juni wieder jemanden mit 23 Kilogramm Haschisch, berichtet Mark Eferl, Pressesprecher des Hauptzollamtes Singen. „Es ist eine Häufung zu erkennen“, sagt er gegenüber dem SÜDKURIER.