Im Landkreis Konstanz gibt es einen weiteren bestätigten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Person sei im Hegau-Bodensee-Klinikum in Singen verstorben, teilte das Landratsamt am Dienstagvormittag mit. Bei einem weiteren Todesfall im Konstanzer Klinikum bestehe nach Angaben des ärztlichen Direktors Marcus Schuchmann „ein hochgradiger Verdacht, dass der Patient an Covid-19 erkrankt war“ – das Testergebnis stehe jedoch noch aus.

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Bei einem positiven Befund wäre es der dritte bestätigte Corona-Todesfall, nachdem bereits in der vergangenen Woche eine Person aus dem Kreis Konstanz in Freiburg an den Folgen einer Coronainfektion verstorben war.

25 Patienten in stationärer Behandlung

„Die Welle hat uns erreicht“, sagt Marcus Schuchmann mit Blick auf die nach wie vor steigenden Infektionszahlen. Inzwischen zählt der Landkreis 185 bestätigte Fälle (Stand Montagabend), von denen 20 derzeit in stationärer Behandlung sind. Dazu kommen fünf Patienten aus Frankreich, die in Konstanz und Singen versorgt werden. „Der Druck auf die Krankenhäuser wächst, die Anspannung auch“, so Schuchmann. „Aber wir merken jetzt, dass die Vorbereitung der vergangenen Wochen Früchte trägt.“

Marcus Schuchmann, ärztlicher Direktor am Klinikum Konstanz
Marcus Schuchmann, ärztlicher Direktor am Klinikum Konstanz | Bild: GLKN

Im Konstanzer Klinikum werden aktuell 13 Coronapatienten behandelt, davon sechs auf der Intensivstation. „Das ist eine Situation, mit der wir gut zurechtkommen. Und auch für weitere Fälle sind wir gut aufgestellt“, beruhigt der ärztliche Direktor. Die Testkapazitäten würden weiter ausgebaut und mehr Personal geschult.

Zusätzliche Intensivstation in Singen

Ähnlich sieht es nach Angaben des ärztlichen Direktors Frank Hinder auch im Hegau-Bodensee-Klinikum in Singen aus. „Wir behandeln derzeit zwölf Coronapatienten stationär, von denen sechs intensivmedizinisch betreut werden“, so Hinder. Um die Covid-19-Erkrankten künftig noch stärker von anderen Patienten zu isolieren, werde am Mittwoch eine dritte Intensivstation in Betrieb genommen.

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Einige Mitarbeiter der Schmiederkliniken infiziert

Darüber hinaus stehen derzeit sieben Beatmungsplätze in den Schmiederkliniken im Landkreis zur Verfügung, wie Patrick Mickler, Mitglied der Geschäftsführung, versichert. Dort sei inzwischen bei einem Patienten das Coronavirus nachgewiesen worden, weshalb nun Teile des Personals isoliert und getestet würden. Drei Infektionen von Mitarbeitern seien in dem Zuge bereits bestätigt worden, weitere Ergebnisse stehen laut Patrick Mickler noch aus.

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