Eigentlich hätte es am 19. April endlich losgehen sollen. Aber der Saisonstart der Weißen Flotte der Bodensee Schiffsbetriebe GmbH (BSB) muss schon wieder geschoben werden. Ursprünglich sollte es an Ostern mit den Schifffahrten losgehen, dann wurde der Start auf den 19. April verschoben. Nun ist aber auch dieser Termin abgesagt. Statt „Leinen los“ heißt es erst Mal weiter „Anker setzen“. Das geht aus einer Pressemitteilung der BSB hervor.

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„Wir müssen eben flexibel agieren“

Grund sei die aktuelle Infektionslage in Deutschland, heißt es in der Meldung. „Natürlich haben wir gehofft, dass es bald wieder losgehen kann. Aber wir hatten immer eine mögliche Verschiebung des Saisonstarts im Hinterkopf gehabt“, erklärt Christopher Pape, Pressesprecher der BSB, auf SÜDKURIER-Nachfrage. Man habe das Infektionsgeschehen beobachtet und habe daher „nüchtern und realistisch“ die jetzige Entscheidung getroffen. „Wir müssen eben flexibel agieren“, erklärt Pape.

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Das bedeute, dass die 13 Ausflugsschiffe der BSB momentan weiterhin in den Häfen bleiben müssen. Betroffen seien allerdings nicht die Fähren. Die BSB hoffe, dass sich die Situation für die Ausflugsschiffe im Mai verbessert.

„Alles neu macht der Mai“, zitiert Pape das bekannte Sprichwort und beweist damit ein Stückchen Galgenhumor. Ein neues, konkretes Datum für den Saisonstart (dann bereits im dritten Anlauf) gibt es nicht. „Wir haben extra kein Datum festgesetzt“, sagt Pape. Man mache das von „sinkenden Infektionszahlen sowie den Öffnungsperspektiven auch für andere touristische Attraktionen am Bodensee abhängig“.

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Große Verluste im Jahr 2020

Bereits vor einem Jahr musste der Saisonstart mehrmals verschoben werden. Letztlich durften die Schiffe dann am 20. Mai in See stechen – allerdings mit Einschränkungen. „Wir konnten nicht in die bayrischen, österreichischen oder schweizerischen Häfen einlaufen“, erinnert sich Pape. Durch den verspäteten Saisonstart und das abrupte Ende der Saison 2020 – es gab wieder einen Lockdown -, hat die BSB große Verluste eingefahren. Rund 30 Prozent weniger Fahrgäste verzeichneten die BSB im vergangenen Jahr. Finanziell bedeutete das laut Pape ein Minus von 2,5 Millionen Euro.