Der Plan für das Kreisimpfzentrum (KIZ) in der Singener Stadthalle steht. Die Umbaumaßnahmen haben schon begonnen, wie Landrat Zeno Danner in der wöchentlichen Corona-Konferenz des Landratsamtes mitteilt. Im neuen Jahr rollen die Lastwagen mit Tiefkühlschränken, Mobiliar und erstem Impfmaterial an.

„Aber da ist noch vieles im Fluss, nichts ist richtig abgeschlossen“, sagt Danner. Unklar ist zum Beispiel noch, wie genau sich Impf-Interessierte einen Termin geben lassen können. „Wir bekommen ein vom Bund gestelltes Anmelde-Computersystem, das aber noch nicht ganz fertig ist“, berichtet er.

Platz für 700 bis 800 Impflinge

Das KIZ, welches voraussichtlich am 15. Januar eröffnet wird, „ist für 700 bis 800 Impflinge, wie man so schön sagt, ausgelegt“, erklärt Danner. Allerdings, räumt der Landrat ein, werde man „am Anfang so circa 160 Impfdosen am Tag haben, vielleicht 200 wenn es gut läuft.“ Das zeige auch schon die erste Schwierigkeit: „Wir werden nicht die vorgesehene Menge an Leute impfen können.“

Laut Pressestelle des Landratsamtes ist ein zweites Impfzentrum in Konstanz momentan aber nicht vorgesehen. Auf Nachfrage des SÜDKURIER heißt es dazu: „Der Landkreis bemüht sich darum, eine Außenstelle einzurichten. Dies ist allerdings mit enormen zusätzlichen logistischen und personellen Herausforderungen verbunden.“

Material für mobile Impfteams

Ein Großteil der Impfdosen soll dazu verwendet werden, die mobilen Impfteams auszustatten. Diese Teams sollen für Impfungen in Alten- und Pflegeheimen sowie bei (pflegebedürftigen) Senioren zu Hause eingesetzt werden.

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Dass gerade hier die Impfungen notwendig sind, zeigt die erschreckende Entwicklung im Landkreis Konstanz: 95 Tote (Stand 22.12.) hat das Gesundheitsamt Konstanz registriert, viele davon sind Senioren, die in Alters- und Pflegeheimen wohnen. „Momentan sind 17 Pflegeheime im Landkreis betroffen“, offenbart Hannes Winterer, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamtes Konstanz, bei der Pressekonferenz.

Mehrere Stationen im KIZ

Zurück zu den Impflingen, die ins KIZ kommen können. Diese werden in der umgebauten Singener Stadthalle mehrere Stationen durchlaufen müssen. Der Eingang wird am Rathausplatz sein. Zunächst muss sich der Impfling im Foyer registrieren lassen und wird dann in einen Raum geführt, in dem ein Aufklärungsfilm zur Impfung läuft. Anschließend findet ein Gespräch mit einem Arzt statt.

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In einer S-Kurve wird der Impfling zum Behandlungszimmer gebracht, wo er die Impfung erhält. Da die Impfung Stress für den Körper bedeutet, geht es anschließend in eine Ruhezone, wo die Impflinge fünf bis 30 Minuten entspannen sollen. „Dann ist man durch und kann wieder auschecken“, sagt Danner. Der Ausgang befindet sich Richtung Stadtpark. „Nach drei oder vier Wochen muss man zur Auffrischung wieder kommen“, fügt der Landrat hinzu.