Das sind gute Nachrichten: Der geliebte Drahtesel darf jetzt auch im Zug kostenlos mitreisen. Wie einer Pressemitteilung des baden-württembergischen Verkehrsministeriums zu entnehmen ist, gilt die neue Regelung mit dem Wechsel des jährlichen Fahrplanwechsels der Deutschen Bahn. Ab dem 13. Dezember können Fahrgäste montags bis freitags ab 9 Uhr, und an Feiertagen und am Wochenende ganztägig in allen Nahverkehrszügen das Fahrrad kostenlos mitnehmen.

Fahrradmitnahme in allen Nahverkehrszügen kostenlos

Diese Regelung gilt dann auch im Seehas und der Schwarzwaldbahn. Diese beiden Zugverbindungen bildeten bis jetzt noch weiße Flecken auf der baden-württembergischen Landkarte der Gratis-Fahrradmitnahme in Nahverkehrszügen. Damit folgen die Strecken des Seehas (Konstanz bis Engen) und der Schwarzwaldbahn (Konstanz bis Karlsruhe) dem Landesstandard.

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Auch für die grüne Landesabgeordnete Nese Erikli, die sich für die kostenfreie Fahrradmitnahme auf den Zugstrecken zum Bodensee eingesetzt hat, ist die Nachricht ein Grund zur Freude: „Dass bisher keine kostenfreie Fahrradmitnahme auf den Strecken möglich war, war für mich nicht akzeptabel.“ Durch die Neuregelung verbesserten sich nicht nur die Möglichkeiten für Pendler, sondern auch für Freizeitsportler und touristische Ausflügler. „Mit der kostenfreien Fahrradmitnahme wird der Seehas, aber auch die Schwarzwaldbahn, attraktiver“, sagt Erikli.

Im Seehas ist Platz für 20 Räder

Ziel des Landes Baden-Württemberg ist eine „Harmonisierung der Regelungen in allen Nahverkehrszügen“. Dazu mussten laut Pressemitteilung die Konditionen für die kostenlose Fahrradmitnahme teilweise gesondert mit dem jeweiligen Eisenbahnunternehmen ausgehandelt werden.

Doch wie viele Fahrräder passen eigentlich in einen Seehas-Zug? Daniel König, Sprecher der Schweizer Bundesbahn (SBB), kennt die Antwort. „Je nach Zug passen bis zu 20 Fahrräder hinein“, erklärt er. Das hänge aber natürlich auch davon ab, ob Reisende mit großen Radtaschen einsteigen würden. Dadurch reduziere sich der Platz dann schon.

Keine Garantie für Rad-Mitnahme

Aber man sei auf den Radtourismus vorbereitet: „Zum Fahrplanwechsel werden deshalb die Seehas-Züge auch am Wochenende auf den stärker nachgefragten Verbindungen in Doppeltraktion fahren“, sagt er. Bereits in den vergangenen Sommerferien habe man so in Absprache mit dem Land Baden-Württemberg den Radtourismus abgefangen.

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Einen Haken gibt es aber trotzdem: Wenn im Zug besonders viel los ist, darf das Fahrrad trotzdem nicht mit. In diesem Fall gilt: Fahrgäste mit Rollstühlen oder mit Kinderwagen sowie Fahrgäste ohne Fahrräder haben Vorrang. Eine Garantie, dass man mit Fahrrad reisen kann, gibt es also nicht.

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