Gute Nachrichten waren in den vergangenen Monaten rar – tatsächlich überwogen Meldungen von steigenden Corona-Infektionszahlen und zunehmenden Todesfällen. Dabei hat die Pandemie auch positive Auswirkungen – etwa auf die Unfallzahl im Landkreis Konstanz.

Genaue Zahlen für das Jahr 2020 darf die Polizei noch nicht veröffentlichen, da die Statistik über das Innenministerium herausgegeben wird, was noch nicht geschehen ist. Polizeisprecherin Sandra Kratzer gibt aber eine Tendenz im Vergleich zum Vorjahr an: So sei es 2019 im Zeitraum von März bis Ende Mai zu 826 Unfällen im Landkreis gekommen – Kleinstunfälle, die verwarnbar sind, seien nicht enthalten. Für den gleichen Zeitraum im Jahr 2020 „haben wir deutlich weniger Unfälle zu verzeichnen“, so Kratzer.

Im April 2019 kam es in der Max-Stromeyer-Straße in Konstanz zu einem Verkehrsunfall. 2020 krachte es im Frühjahr im Landkreis deutlich seltener.
Im April 2019 kam es in der Max-Stromeyer-Straße in Konstanz zu einem Verkehrsunfall. 2020 krachte es im Frühjahr im Landkreis deutlich seltener. | Bild: Brumm, Benjamin

Am häufigsten Autos beteiligt

Von Unfallfluchten beim Ein- oder Ausparken, die eigentlich als Kleinstunfall einzustufen seien, durch Fahrerflucht aber „einen Straftatbestand erfüllen und deshalb in die Statistik einfließen“ einmal abgesehen, seien während der Corona-Pandemie innerorts hauptsächlich Vorfahrts- und Geschwindigkeitsverstöße festgestellt worden. Außerorts sei es vor allem zu Geschwindigkeitsverstößen gekommen, gefolgt von Unfällen aufgrund von Verstößen gegen den Sicherheitsabstand und das Rechtsfahrgebot. Ebenso wie 2019 seien am häufigsten Autos an den Unfällen beteiligt gewesen – allerdings habe die Anzahl der Unfälle eben abgenommen.

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Dieser Rückgang geht laut Sandra Kratzer „mit Sicherheit auf die Pandemie zurück.“ Der Grund: „Ein nicht unbedeutender Teil der genannten Ereignisse des Vorjahres waren Zusammenstöße beim Ein- oder Ausparken zum Beispiel auf Parkplätzen und in Parkhäusern oder Tiefgaragen.“ Durch den Shutdown, den vermehrten Einsatz der Arbeitnehmer im Homeoffice und die Grenzschließung seien diese Abstellmöglichkeiten viel weniger genutzt worden. Außerdem „hatte man den Eindruck, dass wochenlang deutlich weniger Pkw-Verkehr unterwegs war.“

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