Es soll vorangehen – das scheint der Wunsch des Briefes des Konstanzer Landrates Zeno Danner zu sein, den er am Freitag (26.3.) an Sozialminister Manfred Lucha geschrieben hat. Betreff: Corona-Öffnungsstrategie – Modellprojekt im Landkreis Konstanz.

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Wunsch nach Öffnungsperspektive

Darin schreibt Danner: „Die pandemische Lage erfordert weiterhin entschlossene Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung auf allen staatlichen Ebenen. Der Landkreis Konstanz und seine Städte und Gemeinden sind sich ihrer Mitverantwortung bewusst und tragen durch Tatkraft und innovative Ansätze zum Krisenmanagement bei.“

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Trotzdem wünsche man sich eine Öffnungsperspektive nach dem Vorbild des Tübinger Modells. Daher stellt der Landkreis den Antrag, zu einer entsprechenden Modellregion zu werden.

Zeno Danner, Landrat des Landkreises Konstanz.
Zeno Danner, Landrat des Landkreises Konstanz. | Bild: Scherrer, Aurelia
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Flächendeckende Testungen im Landkreis

Begründen tut das Danner mit einer flächendeckenden Testung der Einwohnerschaft im Landkreis Konstanz. Er schreibt: „Die Städte und Gemeinden haben gemeinsam mit dem Landkreis ein Testregime erarbeitet, das die regelmäßige Testung der Bevölkerung als festen Teil des Alltags etabliert. Dabei setzt unsere Konzeption auf eine Kombination verschiedener Ansätze wie zentrale Testzentren, mobiles Testen, ‚Patenschaften‘ mit Ärzteschaft und Apotheken sowie dezentrale Angebote in Unternehmen und Institutionen.“

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Weiteres Argument: Ein Test-Wochenende im April, an dem sich möglichst viele Bürger des Landkreises testen lassen sollen. Zielmarke: 100.000 Tests.

Auch die Grenze zur Schweiz ist ein Argument

Landrat Danner verweist auch auf die Grenze zur Schweiz. „Grenzüberschreitende Beziehungen und Kontakte sind für die Menschen hier sowohl beruflich wie im privaten Bereich eine Selbstverständlichkeit. (...) Zum anderen sind der westliche Bodensee und sein Hinterland touristisch eine bekannte und beliebte Region.“

Wie sich das Sozialministerium entscheiden wird, bleibt nun abzuwarten.