Die Lage ist ernst. 47 Corona-Tote meldet das Landratsamt Konstanz am 1. Dezember. Innerhalb kürzester Zeit sind zehn Todesfälle dazugekommen. „Hierbei sind vor allem vulnerable Personengruppen betroffen“, sagt Landrat Zeno Danner und meint: Vor allem Senioren seien unter den Opfern. Oft werde das Virus in Altenheime oder Pflegeeinrichtungen von außen hineingetragen. „Das bereitet uns momentan große Sorgen.“

Auch in den Krankenhäusern des Gesundheitsverbundes Landkreis Konstanz ist die Lage ernst. Zurzeit liegen in ihnen 60 Patienten, die entweder bestätigte Corona-Fälle sind oder zumindest Verdachtsfälle, die noch abgeklärt werden müssen. Das teilten die Ärztlichen Direktoren des Hegau-Bodensee-Klinikums (HBK) und des Klinikums Konstanz in der wöchentlichen Corona-Konferenz des Landratsamtes mit.

19 Patienten im Singener Klinikum, 14 in Radolfzell

„Wir haben aktuell in den Hegau-Bodensee-Kliniken 33 Patienten wegen Corona in Isolation. In Singen sind 19, in Radolfzell 14“, sagt Frank Hinder, Ärztlicher Direktor des HBK. Auf der Allgemeinstation in Singen liegen acht nachgewiesene Fälle und fünf Patienten in der Abklärung, die aber auch zu der Zahl der Corona-Fälle hinzuaddiert werden. „Auf der Intensivstation haben wir sechs Patienten mit einer nachgewiesenen Infektion“, berichtet Hinder.

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„In Radolfzell sind auf der Allgemeinstation zehn Patienten mit nachgewiesener Infektion, zwei sind aktuell in Abklärung. Und auf der Intensivstation in Radolfzell jeweils ein Patient mit gesicherter Diagnose und einer in Abklärung“, so Hinder weiter.

27 Corona-Fälle im Klinikum Konstanz

Auch am Konstanzer Klinikum ist die Situation „druckvoll“, wie es dessen Ärtzlicher Direktor Marcus Schuchmann ausdrückt. „Im Moment haben wir relativ viele Patienten. Insgesamt sind es 27.“ Vier Patienten mit gesicherter Covid-19-Diagnose liegen auf der Intensivstation, zwei davon werden beatmet. Auf Normalstation würden 13 nachgewiesene Covid-19-Fälle behandelt. Die restlichen Fälle seien in Abklärung.