Landrat Zeno Danner möchte mit einer positiven Nachricht in die wöchentliche Corona-Konferenz des Landratsamtes einsteigen: „Wir haben 3274 Impfungen im Landkreis, wobei rund 400 Impfungen schon zu den Zweitimpfungen zählen.“ Man komme im Kreisimpfzentrum (KIZ) in Singen langsam, aber stetig voran.

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Corona-Mutante in Stockach

Doch dann folgt schon eine schlechte Nachricht: „Die negative Seite: Wir haben einen Ausbruch im Stockacher Raum. Da gab es am Freitag eine Testaktion mit circa 400 Abstrichen. Daraus sind 25 positive Fälle entstanden und die werden alle auf eine Mutation hin untersucht.“ Heraus stellte sich bis Dienstagvormittag: 13 Personen haben sich mit der britischen Mutationsvariante des Coronavirus angesteckt. Bei den übrigen 12 Proben wisse man noch nicht, ob es sich dabei auch um die Mutation handle.

Wie die Mutation in den Kreis Konstanz kam, ist unklar

Alle Proben, die positiv auf das Virus getestet wurden, werden vorsorglich auch auf Mutationen untersucht. Dies dauere aber seine Zeit. „Am Freitag haben wir getestet, Samstag kamen die ersten Ergebnisse und am Dienstag kamen die ersten Ergebnisse zu den Mutationen„, erklärt Danner. Wie die Virus-Variante ihren Weg in den Kreis Konstanz gefunden habe, wisse man nicht.

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In welchem Zusammenhang die Erkrankten stehen, könne man auch nicht so leicht beantworten, erklärt der Landrat auf SÜDKURIER-Nachfrage. Sicher sei aber, dass die Infizierten auf keiner illegalen Party gewesen seien. „Es gibt mehrere Möglichkeiten: Es gibt berufliches und privates Umfeld, was sich zum Teil einfach deckt“, versucht Danner zu erläutern.

Gesundheitsamt will strikt vorgehen

Der neuerliche Ausbruch ist ein Dämpfer für den Landkreis Konstanz. Denn gerade erst ist der sieben-Tages-Inzidenzwert auf 60,8 (Stand: 8. Februar) gesunken. „Die jetzige Situation ist sehr unerfreulich, weil es auch uns wieder das Gefühl verleiht: Alles wieder auf Los, jetzt fangen wir wieder neu an mit einer noch gefährlicheren Variante„, so der Landrat. Aus Angst vor einer Ausbreitung der britischen Virusvariante, die als ansteckender als das „normale“ Virus gilt, gehe das Gesundheitsamt nun strenger vor. „Wir gehen strikter vor, wenn es um die Einschätzung der Kontakte geht. Wir sind lieber zu streng als zu locker“, erklärt Danner.

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Das bedeutet: Da die Mutante ansteckender ist, kann eine Übertragung schon nach wenigen Minuten passieren. Deshalb kann man schon nach fünf Minuten zu einer Kontaktperson ersten Grades gezählt werden. Des Weiteren werde das Gesundheitsamt alle zwei Tage bei den Erkrankten anrufen, um sich zu erkundigen, wie es ihnen gehe. „Wir wollen sie etwas im Blick behalten“, so Danner.

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Südafrikanische Mutation auch schon im Landkreis Konstanz

Mit der britischen Variante ist schon die zweite Virus-Mutation in den Landkreis Konstanz gekommen. Bereits Mitte Januar hatten sich zwei Reiserückkehrer mit der südafrikanischen Variante angesteckt.