Niemand darf mehr hinein und niemand mehr hinaus: Mit einer ebenso entschlossenen wie einschneidenden Vorsichtsmaßnahme reagiert die Stadt Konstanz auf eine Covid-19-Infektion im Atrium an der Luisenstaße. In dem seit 2015 als Flüchtlingsunterkunft genutzten früheren Klinikpersonal-Wohngebäude waren nach früheren Angaben der Verwaltung rund 100 Personen untergebracht, unter ihnen auch Kinder.

Corona-Patient wird ärztlich betreut, alle Bewohner werden umgehend getestet

Die mit Corona infizierte Person sei isoliert worden und befinde sich unter ärztlicher Betreuung, erklärte ein Sprecher der Stadtverwaltung. Alle Bewohner der Einrichtung im Stadtteil Petershausen sollten noch am Samstag auf eine mögliche Ansteckung getestet werden. Man habe bereits damit begonnen zu ermitteln, mit wem die infizierte Person zuletzt Kontakt hatte und wen sie ihrerseits womöglich angesteckt hat.

Polizei überwacht vor Ort, dass kein Bewohner das Gebäude verlässt

Die Abriegelung des Gebäudes erfolgte laut Stadtverwaltung in Abstimmung mit dem Landratsamt. Auch die Polizei war in die Maßnahme eingebunden, während der Arbeiten waren Einsatzkräfte ebenso wie Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes vor Ort. Wie lange die als Vorsichtsmaßnahme angekündigte Quarantäne bestehen bleibt, war zunächst nicht abzusehen.