Mit einer Allgemeinverfügung will das Landratsamt Konstanz im Landkreis das Trinken in der Öffentlichkeit untersagen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Behörde hervor.

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Die Maßnahme diene der Eindämmung der Corona-Pandemie, nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis seit einiger Zeit über 100 Fälle pro 100.000 Einwohner liege und davon ausgegangen werden müsse, dass sich so schnell nicht ändere.

Mit dem Alkohol wird der Abstand nicht mehr eingehalten

Die Ausbreitung des Coronavirus und insbesondere das Auftreten von Varianten des Coronavirus im Landkreis Konstanz habe aktuell einen sehr hohen und besorgniserregenden Stand erreicht, heißt es als Begründung in der Allgemeinverfügung. Deshalb habe man sich dazu entschlossen, dass vorsorgende Maßnahmen zwingend erforderlich seien.

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Da die Gastronomie immer noch geschlossen sei, würden öffentliche Plätze und Orte attraktiver für Partys und Alkoholkonsum. Dem wolle man entgegenwirken. „Der Konsum von Alkohol führt aufgrund der dem Alkohol immanenten enthemmenden Wirkung dazu, dass Infektionsrisiken nicht mehr richtig eingeschätzt und sowohl die AHA-Regeln, als auch die Kontaktbeschränkungen nicht mehr eingehalten werden. Der Konsum von Alkohol hat zudem eine schwächende Wirkung auf das Immunsystem. Die Gefahr der Ansteckungen kann dadurch steigen“, heißt es in der Allgemeinverfügung.

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Auch die steigenden Temperaturen sieht das Landratsamt als Problem. Das ziehe mehr Menschen ins Freie. „Diese nehmen nicht nur Spaziergänge vor, sondern halten sich auch für längere Zeiträume an bestimmten Örtlichkeiten auf. Dadurch steigen die oben beschriebenen Gefahren rasant.“

Im Herosépark treffen sich regelmäßig Menschen, um in Gesellschaft etwas zu trinken. (Bild aus vom 13. September 2020)
Im Herosépark treffen sich regelmäßig Menschen, um in Gesellschaft etwas zu trinken. (Bild aus vom 13. September 2020) | Bild: Schuler, Andreas

So sehen die Regeln zum Alkoholverbot aus

Verboten ist das Ausschenken und Trinken von alkoholischen Getränken in den Stadtgebieten Konstanz, Radolfzell und der Gemeinde Reichenau. Das gelte auch auf privaten Grundstücken, wenn diese öffentlich zugänglich seien. Weiterhin erlaubt sei es dort aber, Alkohol in verschlossenen Gefäßen mit zu sich zu führen. Wer sich nicht an der Alkoholverbot hält, dem droht eine Geldbuße wegen des Verstoßes der Corona-Verordnung in Verbindung mit den Infektionsschutzgesetz.

Betroffene Orte in Konstanz:

Am Schänzle in Konstanz ist Alkoholkonsum untersagt.
Am Schänzle in Konstanz ist Alkoholkonsum untersagt. | Bild: Jürgen Rössler
  • Altstadt (umgrenzt durch Konzilstraße, Rheinsteig, Laube, Bodanstraße und Bahnhofplatz)
  • Susosteig, Stadtgarten, öffentlich zugängliche Flächen am Hafen, Hafenstraße, Klein-Venedig
  • Herosépark, Am Rheinufer (vom Herosépark bis zur Schänzle Brücke)
  • alle Strandbäder auf Konstanzer Gemarkung (auch in den Ortsteilen),
  • Seestraße, Seeuferweg, Schmugglerbucht
  • Fischenzstraße (westliches Ende, Uferweg beim Schänzle, Schänzle)
  • Winterersteig, Webersteig, Rheinsteig

Betroffene Orte in Radolfzell:

Auch in der Unterführung beim Bahnhof Radolfzell ist Trinken nicht erlaubt. (Bild vom 19. August 2020)
Auch in der Unterführung beim Bahnhof Radolfzell ist Trinken nicht erlaubt. (Bild vom 19. August 2020) | Bild: Jarausch, Gerald
  • Uferanlage südlich Karl-Wolf-Straße ab Scheffelstraße bis einschließlich Skate-Anlage mit Wasserspielplatz, Hafenanlage Wäschbruck, Grillplatz und Herzenbadgelände
  • Bahnhofsplatz, -vorplatz und -unterführung
  • Innenstadt (nach Westen jeweils einschließlich begrenzt durch Friedrich-Werber-Straße bis Spitalstraße, Spitalstraße bis Seestraße, Seestraße bis Untertorstraße, Untertorstraße bis Brühlstraße, Brühlstraße bis Philipp-Neuer-Platz, Philipp-Neuer-Platz bis Schützenstraße, Schützenstraße bis Teggingerstraße, Teggingerstraße bis René-Moustelon-Platz, René-Moustelon-Platz und Sankt-Johannis-Straße bis Seemaxx-Gelände; nach Osten begrenzt durch jeweils einschließlich Bahnhofplatz und Kapuzinerweg bis Stadtgarten, Stadtgarten Gesamtanlage bis Teggingerstraße, Teggingerstraße bis René-Moustelon-Platz, René-Moustelon-Platz bis Markthallenstraße, Markthallenstraße bis Werner-Messmer-Straße, Werner-Messmer-Straße komplett, Sankt-Johannis-Straße bis Schiesser-Straße, Schiesser-Straße bis Güttinger-Straße und gesamtes Anwesen Milchwerk bis Seemaxx-Gelände
  • Uferbereich Halbinsel Mettnau (Südufer nach Norden begrenzt durch Scheffelstraße und Häuslegarten Süd bis Anwesen Werner-Messmer-Klinik, Minigolfplatz und gesamter Kurpark, einschließlich Strandbadgelände mit Parkplätzen; Nordufer nach Süd-Westen begrenzt durch Strandbadstraße)
  • Uferbereich Markelfinger Winkel und Ortsteil Markelfingen (nach Nord-Westen, Norden und Nord-Osten begrenzt durch Schießhüttenweg, Life-Pfad, Riedweg; nach Osten begrenzt durch Gemarkungsgrenze Radolfzell, östlich des Naturfreundehauses Bodensee)

Betroffene Orte der Gemeinde Reichenau

Ein Schöner Ausblick beim Campingplatz Sandseele auf der Reichenau. Auch hier darf kein Bier mehr getrunken werden.
Ein Schöner Ausblick beim Campingplatz Sandseele auf der Reichenau. Auch hier darf kein Bier mehr getrunken werden. | Bild: Zoch, Thomas
  • Uferbereich am Campingplatz Sandseele (vom nördlichen Beginn des Campingplatzes bis zur Slippanlage im Süden des Uferbereichs)
  • Hochwarth
  • Bereich Stedigasse und an der Schiffslände
  • Bereiche Jachthafen Herrenbrück und Mittleres Dämmle und
    Promenade
  • Strandbad und Strandbadstraße, sowie der dortige Sportplatz,
    Skaterplatz und angrenzende Parkflächen

Die Allgemeinverfügung ist einsehbar auf der Seite des Landkreises unter www.LRAKN.de/bekanntmachungen. Die Allgemeinverfügung gilt bis einschließlich 18. April 2021. Sie tritt bereits zu einem früheren Zeitpunkt außer Kraft, wenn die Sieben-Tages-Inzidenz des Landkreises je 100.000 Einwohner den Wert 50 an drei aufeinander folgenden Tagen unterschreiten sollte.

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Landratsamt weist auch auf Maskenpflicht hin

In diesem Zusammenhang weist das Landratsamt noch einmal auf die Maskenpflicht im öffentlich Raum, wie Fußgängerzonen, hin. Diese muss getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann.