Noch ist die kleine Blechdose in der Konstanzer Gemeinschaftspraxis von Petra Zantl und ihrer Kollegin Christine Seifert-Ibach leer. Aber sie soll sich bald füllen – mit Geld und Hoffnung. Die Blechdose ist vom Kinderhilfswerk Unicef. Gesammelt wird für Corona-Impfungen in Entwicklungsländern.

Die Impfaktion von Unicef steht unter dem Motto: „Eine Spritze für mich, eine für dich“. Die Idee dahinter: eine faire und gerechte Impfstoffversorgung – auch für ärmere Länder. „Ich finde das eine wahnsinnig schöne Idee“, sagt Petra Zantl, die hofft, dass sich auch andere Hausärzte im Landkreis Konstanz sich an der Aktion beteiligen.

5,20 Euro können enorm helfen

Und so funktioniert es: Kommt ein Patient für die Corona-Schutzimpfung in die Praxis von Petra Zantl, dann weist die Ärztin ihn auf die Aktion hin. „Wer möchte, kann dann am Empfang nach der Impfung eine kleine Geldspende in die Dose geben“, sagt sie. Einmal in der Woche komme dann eine Kontaktperson von Unicef und sammle das Spendengeld ein.

Dieses werde von Unicef an die Impfinitiative Covax weitergeleitet. Covax wiederum liefere Impfstoff, aber auch Spritzen, Hygienematerial und Corona-Testkits in die Krisengebiete – auch in Slums und abgelegene Gegenden. Laut Unicef reicht schon eine Spende von 5,20 Euro, um einem anderen Menschen zu einer kompletten Immunisierung verhelfen.

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Auch das Kreisimpfzentrum (KIZ) Singen nimmt an der Aktion, die seit dem Wochenende läuft, teil. Landrat Zeno Danner ist überzeugt, dass die Aktion hilft, das Virus auszulöschen: „In unserer vernetzten Welt können wir die Pandemie nur in den Griff bekommen, wenn wir auch im Bereich Gesundheit global denken. Wir unterstützen die Aktion, damit allen Menschen eine Impfung ermöglicht werden kann – egal wo auf der Welt sie leben.“

So können Hausärzte teilnehmen

Spendendosen und Infoflyer erhalten Ärzte bei den örtlichen Unicef-Gruppen. Mehr Informationen über die Aktion gibt es hier.