Die Feuerwehren des Landkreises präsentierten sich und die Vielfalt ihrer Aufgaben an drei Tagen beim Kreisfeuerwehrtag in Bodman. Während es für die Feuerwehrangehörigen um den Vergleich in Wettkämpfen und um Geselligkeit ging, nutzten die oberen Kommandostrukturen die Chance, klare Worte an die Politik zu richten. Für die Besucher gab es bei sportlicher Veranstaltung, Festbetrieb, Leistungswettkämpfen, Leistungsschau und Abnahme der Jugendflamme viel zu entdecken.

Stefan Kienzler, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands, überreicht beim Kommandantenempfang Bürgermeister Matthias Weckbach die Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille, Joachim Weber (Stockach) das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber und Benjamin Deinert (Singen) die Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbands in Silber (von rechts).
Stefan Kienzler, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands, überreicht beim Kommandantenempfang Bürgermeister Matthias Weckbach die Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille, Joachim Weber (Stockach) das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber und Benjamin Deinert (Singen) die Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbands in Silber (von rechts). | Bild: Susanne Schön

Die Feuerwehr präsentierte sich als Teil größerer Strukturen. Die Feuerwehr gehört zu den Pflichtaufgaben der Gemeinden, das war am Kommandantenempfang im Seeum zu spüren. Dort stellte sich Bürgermeister Matthias Weckbach deutlich hinter seine Wehr.

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Er erkannte, dass die Feuerwehr vor großen Herausforderungen stehe und versprach, dass die Gemeinde viel für sie leisten werde. Dazu gehöre sowohl die Ausstattung mit Fahrzeugen als auch attraktive Gebäude und die Wertschätzung des ehrenamtlichen Engagements, beispielsweise bei der Fortbildung. „Ich war auch nicht immer so großzügig“, bekannte Weckbach, doch nach den drei Hochwassern habe sich dies verändert: „Feuerwehr muss attraktiv bleiben und werden.“

Hier sieht man die Aufgaben bei der technischen Hilfe. Es galt einen Verletzen zu retten, für ausreichend Ausleuchtung zu sorgen sowie feuerwehrtechnische Gegenstände einzubinden.
Hier sieht man die Aufgaben bei der technischen Hilfe. Es galt einen Verletzen zu retten, für ausreichend Ausleuchtung zu sorgen sowie feuerwehrtechnische Gegenstände einzubinden. | Bild: Susanne Schön

In die Zukunft blickte auch Kreisbrandmeister Carsten Sorg. Er betonte, dass man den ehrenamtlichen Kameraden die überbordenden Aufgaben teilweise abnehmen muss und eine gute Ausbildung unerlässlich ist. Die Planungen um die Atemschutzstrecke möchte er darum um eine Brandsimulationsanlage und eine Werkstatt ergänzt wissen.

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In Letzterer soll nicht nur die Wartung und Pflege der Atemschutzausrüstung von hauptamtlichen Kräften geleistet werden. Auch weitere Reparaturen und Prüfungen, beispielsweise von Schlauchmaterial oder Spezialausrüstungen, wären hier möglich.

Bundestagsabgeordneter Andreas Jung: „Da muss Politik helfen!“

Einen kindlichen Blick warf der Bundestagsabgeordnete Andreas Jung auf die Feuerwehr, nämlich den seiner Söhne. Diese seien absolute Fans der Feuerwehr und genossen die Anfahrt mit dem Shuttleservice. Dieser wurde mit Feuerwehrfahrzeugen geleistet. Er wusste auch, dass manches Kinderzimmer mit Fahrzeugen und Feuerwache besser ausgestattet sei als die Kommunen: „Da muss Politik helfen!“

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