Der Titel des Handwerksmeisters gewinnt wieder an Bedeutung. Dem wollen CDU und Junge Union im Kreis Konstanz Rechnung tragen. Letztere hatte kürzlich beim Kreisparteitag der CDU in Steißlingen beantragt, sich für die Abschaffung der Meistergebühren stark zu machen.

Diese Forderung dürfte bei den Vorberatungen zum Kreishaushalt 2020 für Diskussionen in den entsprechenden Gremien sorgen. Dort will die CDU-Fraktion von der Kreisverwaltung zunächst eine Darstellung der bisher geltenden Gebührensätze pro Meisterschüler und Ausbildungsjahr beantragen, wie die Partei in einer Pressemitteilung darlegt.

Antrag wird in Kreistagsgremien diskutiert

Ebenso kritisch solle aber hinterfragt werden, dass weitere Gebühren der Kammern für einzelne Prüfungsteile beziehungsweise die Abschlussprüfung weitere Belastungen für die Meisterschüler bedeuteten. Am Montag, 11. November, soll in einer Sitzung des Kulturausschusses (14 Uhr, Landratsamt, kleiner Sitzungssaal) über den CDU-Antrag abgestimmt werden, in dem es wörtlich heißt: „Die CDU-Kreistagsfraktion Konstanz schlägt vor, die o.g. Gebühren des Landkreises zu senken und diese Weniger-Einnahmen als Ausbildungsförderung für angehende Meister/innen im Kreishaushalt auszuweisen.“

JU zieht Parallele zu abgeschafften Studiengebühren

Die Junge Union bringt ein weiteres Argument in die Diskussion ein. In einer Mitteilung wird JU-Vorsitzender Levin Eisenmann zitiert: „Unser Landkreis ist eine der wenigen Regionen, in welchen jeder nach seinen persönlichen Vorlieben ein Studium oder eine Ausbildung absolvieren kann.“ Es müsse aber allen Einrichtungen gleichermaßen Rechnung getragen werden. Der Abschaffung von Studiengebühren müsste eine Abschaffung der Meistergebühren dringend folgen.

Kleiner Einblick in die Gebühren

Beim Kreisparteitag hatte die JU die bisherige Kostenordnung des Landkreises aus dem Jahr 2009 angeführt. Unter anderem sehe diese vor: Nutzung der Räume und Bereitstellung der Werkstätten (520 Euro), Lern- und Arbeitsmittel sowie Exkursionen (400 Euro) und die Software-Nutzung (450 Euro).