Nach rund acht Monaten Zusammenarbeit haben Vereine aus dem Landkreis Konstanz ihre Projekte der Vereinspartnerschaften vorgestellt. Im Behördenzentrum Radolfzell kamen die Vertreter der Vereine zusammen, um bei einer Abschlussveranstaltung ihre Ergebnisse der Partnerschaften zu präsentieren.

Landrat Zeno Danner, der als Schirmherr des Projektes fungierte, konnte sich von gelungenen Integrationsprojekten überzeugen. Denn das sowohl vom Amt für Migration und Integration als auch von der Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement begleitete Projekt sollte den Austausch von Migrantenorganisationen mit anderen Vereinen im Landkreis zum Ziel haben.

Aktionstag, Wanderung und Filmprojekt

Das ist offenbar hervorragend gelungen. Die vorgestellten fünf Projekte zeigten, wie gut die Integration funktionieren kann, wenn die Beteiligten ohne Vorbehalte aufeinander zugehen. Die teilnehmenden Vereine und Organisationen hatten ganz unterschiedliche Projekte, in denen sie zusammen etwas auf die Beine stellten. Das reichte von einem gemeinsamen Aktionstag (Awoli e.V., THW Ortsverband Singen und Musikverein Worblingen) über das gemeinschaftliche Wandern (DAV Sektion Konstanz, Freundeskreis Asyl Radolfzell) bis hin zu einem Filmprojekt (Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Log-ikwo-in-Kamerun Nachhaltig Stockach).

Landrat Zeno Danner: „Vereine sind ideal fürs Wir-Gefühl“

Die Quintessenz der Projekte formulierte einer der Teilnehmer wunderbar: „Die Welt wird dann ganz klein. Wir können uns zusammenschließen, wenn wir etwas gemeinsam machen“, sagte Paul Ngwe Mbele vom Verein Log-ikwo-in-Kamerun Nachhaltig Stockach. Das sah auch Landrat Zeno Danner so: „Vereine sind ideal dazu geeignet, ein Wir-Gefühl aufkommen zu lassen. Das bürgerschaftliche Engagement hält die Gemeinschaft zusammen“, befand er.

Das Landratsamt koordinierte nicht nur die Projektpartnerschaften, sondern unterstützte sie auch mit jeweils 500 Euro. Weil sich die Vereinspartnerschaften als sehr fruchtbar erwiesen haben, denkt man in der Behörde bereits über eine Fortführung des Projektes nach, wie Annette Breitsameter-Grössl von der Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement wissen ließ.