Zöllner des Hauptzollamts Singen haben bei einer Kontrolle auf der Autobahn 81 in einem Fahrzeug 60.000 Schweizer Franken aufgefunden. Nach Angaben des Hauptzollamts wurden die Banknoten wegen des Verdachts auf Geldwäsche sichergestellt.

Zuerst sollen sich die beiden Brüder aus Deutschland bei der Kontrolle auf einer Autobahnraststätte im Hegau unauffällig verhalten haben, heißt es in der Mitteilung. Sie seien auf dem Weg in die Schweiz gewesen, um einen gemeinsamen Freund zu besuchen. Stutzig wurden die Kontrollbeamten erst, als keiner der beiden Männer Angaben zum Namen und zum Wohnort des Freundes in der Schweiz machen konnte.

Geld soll aus einem Autoverkauf kommen

Trotz eingehender Befragung hätten die Brüder angegeben, keine verbotenen Waren oder höhere Bargeldbeträge mitzuführen. Beträge über 10.000 Euro müssen beim Grenzübertritt angemeldet werden. Bei der Fahrzeugkontrolle entdeckten die Zöllner im Handschuhfach aber 60.000 Schweizer Franken. Der 31-jährige Fahrer habe dazu angegeben, dass die 1000-Franken-Scheine aus einem privaten Autoverkauf in der Schweiz stammen würden und er das Geld nun wieder in der Schweiz bei einer Bank in Euro umtauschen wollte.

Zöllner stellen die 60.000 Euro sicher

Da der Fahrer für den Autoverkauf in der Schweiz keine Belege vorweisen konnte und er sich bei der weiteren Befragung immer mehr in Widersprüche verstrickte, wurden die 60.000 Schweizer Franken von den Zöllnern wegen des Verdachts der Geldwäsche sichergestellt. Die beiden Autoinsassen konnten anschließend ihrer Wege ziehen, das Zollfahndungsamt Stuttgart hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Funde großer Bargeldbeträge gehen zurück

Wie Pressesprecher Mark Eferl vom Hauptzollamt Singen erläutert, seien in dessen Bereich die Funde größerer Bargeldbeträge rückläufig. Eferl führt dies darauf zurück, dass die Schweizer Banken mittlerweile eine sogenannte Weißgeldstrategie verfolgen. Das bedeutet, es werde nur noch Bargeld angenommen, das in Deutschland angegeben beziehungsweise versteuert worden sei. Weitere Kanäle, über die Geld fließen könnte, überprüfe das Hauptzollamt nicht.