Die Volkshochschulen (VHS) in der Region Hochrhein-Bodensee wollen noch stärker zusammenarbeiten. Diese Botschaft will Henning Kurz, Regionalvorsitzender der VHS, mit einer Radtour, bei der er alle zugehörigen Volkshochschulen besucht, weitergeben. "Im Kreis Konstanz haben wir eine große Volkshochschule, da herrscht ohnehin viel Austausch", sagt Uwe Donath, Hauptstellenleiter in Radolfzell. Aber es gebe viele kleine Institutionen, die darauf angewiesen seien, in bestimmten Bereichen Hilfestellung und Anregung zu erhalten. Kooperiert wird auf verschiedenen Ebenen: Zwei Mal im Jahr findet die Regionalversammlung statt, bei der sich die Funktionsträger austauschen können. Zudem gibt es eine Vielzahl an Fortbildungen für Dozenten, um die Qualität der Lehre zu verbessern.

Der Konkurrenzdruck im Bereich der Bildungsträger ist groß. So müssen auch die Volkshochschulen sich stets neue Formate einfallen lassen und Kundenkreise zu gewinnen. "Der demographische Wandel ist auch bei uns spürbar, viele Ältere können unsere Angebote nicht mehr wahrnehmen", erläutert Henning Kurz. Er verweist auf zwei Initiativen, die neue Kundengruppen erschließen sollen: Durch die Qualitätsoffensive VHS 2022 sollen alle Volkshochschulen zertifiziert werden, auch die kleineren sollen eine professionelle Leitung und ein hochwertiges Programm erhalten. Zweitens versucht man, Jugendliche zu erreichen. Das gelinge etwa durch die Kooperation mit Schulen und Angebote für Nachmittagsschule, gerade in der Sprachausbildung, sagt Nikola Ferling, Vorsitzende der VHS Kreis Konstanz. Bei jungen Leuten seien vor allem Bewegungsangebote angesagt, etwa Kurse in Piloxing, ein neues Fitnessprogramm, oder Parcours-Training. Gefragt ist die VHS derzeit außerdem in ihrem Sprachprogramm: Für die Kurse in Deutsch als Fremdsprache für Flüchtlinge ist sie bundesweit der größte Anbieter.

Informationen zur vhs:www.vhs-konstanz-singen.de