Konstanz THW trainiert in Konstanz Hilfe nach Erdbeben

Umgekippte Fahrzeuge, verschüttete Menschen: Was nach einem Erdbeben zu tun wäre, war Gegenstand einer Übung des Technischen Hilfswerks auf dem Gelände der Konstanzer Kläranlage.

Was ist zu tun, wenn ein mittelstarkes Erdbeben die Stadt Konstanz erschüttert hat? Wenn Menschen verschüttet wurden und Fahrzeuge umgekippt sind? Das war die Annahme bei der Herbstübung "Blauer Oktober" des Technischen Hilfswerks (THW). Als Einsatzort hatten die Organisatoren das Klärwerk gewählt. Neben der Konstanzer THW-Gruppe waren Aktive aus Radolfzell und Singen beteiligt. Die angenommenen Notlagen bei der Übung seien aus dem Leben gegriffen, erklärte der Konstanzer THW-Beauftragte Peter Herr. "Wir liegen damit richtig, die Übungsstellen an einem Ort aufzubauen", benannte er eine Erkenntnis. In der Vergangenheit sei viel Zeit dafür aufgewendet worden, zwischen verstreut liegenden Stellen umherzufahren.

Aus dem Pumpenhaus muss ein Verletzter gerettet werden. Er befindet sich in acht Meter Tiefe. Die Treppe ist zwar begehbar, aber zu eng, um den Mann einigermaßen schonend transportieren zu können. Drei THW-Helfer vom Ortsverband Singen packen ihn in eine Rettungswindel, die ihn stabilisiert und aus der er nicht herausfallen kann, selbst wenn er bewusstlos wird. Anschließend wird er über ein Spezialseil hochgezogen. Eine Etage höher liegt ein weiterer Verletzter, der mittels einer Schleifkorbtrage nach draußen gebracht wird.
Aus dem Pumpenhaus muss ein Verletzter gerettet werden. Er befindet sich in acht Meter Tiefe. Die Treppe ist zwar begehbar, aber zu eng, um den Mann einigermaßen schonend transportieren zu können. Drei THW-Helfer vom Ortsverband Singen packen ihn in eine Rettungswindel, die ihn stabilisiert und aus der er nicht herausfallen kann, selbst wenn er bewusstlos wird. Anschließend wird er über ein Spezialseil hochgezogen. Eine Etage höher liegt ein weiterer Verletzter, der mittels einer Schleifkorbtrage nach draußen gebracht wird. | Bild: Nikolaj Schutzbach
Bei einem Verkehrsunfall kommt ein Auto auf dem Dach zu liegen. Ein THW-Helfer sprengt mithilfe des hydraulischen Spreizers das Schloss der Heckklappe auf, um besser an den Patienten zu gelangen. Dieser wurde bisher von einem Helfer betreut, der über die Beifahrertür zu ihm gelangt war. Die schonende Rettung des kopfüber in den Sicherheitsgurten hängenden Mannes stellte die Helfer vor eine weitere Herausforderung. Dafür braucht es viel Platz und viele Hände.
Bei einem Verkehrsunfall kommt ein Auto auf dem Dach zu liegen. Ein THW-Helfer sprengt mithilfe des hydraulischen Spreizers das Schloss der Heckklappe auf, um besser an den Patienten zu gelangen. Dieser wurde bisher von einem Helfer betreut, der über die Beifahrertür zu ihm gelangt war. Die schonende Rettung des kopfüber in den Sicherheitsgurten hängenden Mannes stellte die Helfer vor eine weitere Herausforderung. Dafür braucht es viel Platz und viele Hände. | Bild: Nikolaj Schutzbach
"So sieht eine vorbildliche Abstützung eines auf der Seite liegenden Autos aus", sagen und zeigen THW-Übungsleiter Sebastian Breetsch und Claus Geiselhardt, Sachbearbeiter Einsatz in der Geschäftsstelle Villingen-Schwenningen. Beide befinden sich auf einem Rundgang über die Kläranlage. Dort hatte das Technische Hilfswerk Konstanz neun Übungsstationen eingerichtet. Hier waren bei einem Verkehrsunfall zwei Autos zusammengestoßen. Das andere Fahrzeug kam auf dem Dach zu liegen. Insgesamt drei schwer verletzte Personen mussten die THW-Helfer betreuen und mit hydraulischem Rettungsgerät aus ihrer gefährlichen Lage befreien.
"So sieht eine vorbildliche Abstützung eines auf der Seite liegenden Autos aus", sagen und zeigen THW-Übungsleiter Sebastian Breetsch und Claus Geiselhardt, Sachbearbeiter Einsatz in der Geschäftsstelle Villingen-Schwenningen. Beide befinden sich auf einem Rundgang über die Kläranlage. Dort hatte das Technische Hilfswerk Konstanz neun Übungsstationen eingerichtet. Hier waren bei einem Verkehrsunfall zwei Autos zusammengestoßen. Das andere Fahrzeug kam auf dem Dach zu liegen. Insgesamt drei schwer verletzte Personen mussten die THW-Helfer betreuen und mit hydraulischem Rettungsgerät aus ihrer gefährlichen Lage befreien. | Bild: Nikolaj Schutzbach
Anja Fischer und Larissa Schuster vom THW-Ortsverband Überlingen bauen zusammen die schweren Rohre eines Einlaufbogens für die Wasserförderung aus einer Hochleistungspumpe ab. Gemeinsam mit der Feuerwehr Konstanz üben beide Hilfsorganisationen die Zusammenarbeit. Solche Pumpen kommen unter anderem bei Hochwasser zum Einsatz. Der Innendurchmesser der Rohre und Schläuche beträgt 150 Millimeter. Eine Pumpe kann bis zu 5000 Liter Wasser pro Minute fördern. Auf dem Wechselbehälter sind 1800 Meter Schlauchmaterial gelagert.
Anja Fischer und Larissa Schuster vom THW-Ortsverband Überlingen bauen zusammen die schweren Rohre eines Einlaufbogens für die Wasserförderung aus einer Hochleistungspumpe ab. Gemeinsam mit der Feuerwehr Konstanz üben beide Hilfsorganisationen die Zusammenarbeit. Solche Pumpen kommen unter anderem bei Hochwasser zum Einsatz. Der Innendurchmesser der Rohre und Schläuche beträgt 150 Millimeter. Eine Pumpe kann bis zu 5000 Liter Wasser pro Minute fördern. Auf dem Wechselbehälter sind 1800 Meter Schlauchmaterial gelagert. | Bild: Nikolaj Schutzbach
Moritz Lang (l.) und Tamara Benz vom THW Radolfzell bereiten eine Holzabstützung vor. Ein Akkuschrauber treibt Schrauben in Dielen und Balken. Eine Betonmauer gilt als einsturzgefährdet und muss gestützt werden. Gefordert sind hierbei der sichere Umgang mit Motorkettensägen und dem Meterstab. Eine ähnliche Konstruktion kam beispielsweise beim Konstanzer Altstadtbrand im Jahr 2010 zum Einsatz. Helfer bauen zudem eine Wandstütze aus Metallteilen auf.
Moritz Lang (l.) und Tamara Benz vom THW Radolfzell bereiten eine Holzabstützung vor. Ein Akkuschrauber treibt Schrauben in Dielen und Balken. Eine Betonmauer gilt als einsturzgefährdet und muss gestützt werden. Gefordert sind hierbei der sichere Umgang mit Motorkettensägen und dem Meterstab. Eine ähnliche Konstruktion kam beispielsweise beim Konstanzer Altstadtbrand im Jahr 2010 zum Einsatz. Helfer bauen zudem eine Wandstütze aus Metallteilen auf. | Bild: Nikolaj Schutzbach
Tamara Benz und Moritz Lang vom THW-Ortsverband Radolfzell bereiten eine Holzabstützung vor. Ein Akkuschrauber treibt lange Schrauben in Dielen und Balken. Eine Betonmauer gilt als einsturzgefährdet und muss gestützt werden. Gefordert sind hierbei der sichere Umgang mit Motorkettensägen und dem Meterstab. Eine ähnliche Konstruktion kam beispielsweise beim Konstanzer Altstadtbrand im Jahr 2010 zum Einsatz. An einer anderen Stelle bauten Helfer eine Wandstütze aus einer Art Schnellbausatz aus Metallstützen auf.
Tamara Benz und Moritz Lang vom THW-Ortsverband Radolfzell bereiten eine Holzabstützung vor. Ein Akkuschrauber treibt lange Schrauben in Dielen und Balken. Eine Betonmauer gilt als einsturzgefährdet und muss gestützt werden. Gefordert sind hierbei der sichere Umgang mit Motorkettensägen und dem Meterstab. Eine ähnliche Konstruktion kam beispielsweise beim Konstanzer Altstadtbrand im Jahr 2010 zum Einsatz. An einer anderen Stelle bauten Helfer eine Wandstütze aus einer Art Schnellbausatz aus Metallstützen auf. | Bild: Nikolaj Schutzbach

 

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