Landtagsabgeordnete der Grünen aus der Bodensee- und Schwarzwald-Region machen gegen die Deutsche Bahn mobil: Sie kritisieren "systematische Unpünktlichkeit" auf der Strecke der Gäubahn zwischen Stuttgart und Singen – und fordern von der Bahn schnelle Abhilfe.

Ein Trio aus der Grünen-landtagsfraktion will gemeinsam Druck machen: Dorothea Wehinger aus dem Wahlkreis Singen, Nese Erikli aus dem Wahlkreis Konstanz und Martina Braun (Wahlkreis Villingen-Schwenningen). Braun ist in der Landtagsfraktion auch Sprecherin für den Ländlichen Raum.

"Ständige Verspätungen"

Es gebe "ständige Verspätungen der Intercity-Züge", wie Dorothea Wehinger in einer Presseerklärung schreibt. Zusammen mit Erikli und Braun habe sie nun n einem Schreiben den Vorstandschef der Deutschen Bahn, Richard Lutz, dazu aufgefordert, "für mehr Pünktlichkeit und zuverlässige Anschlüsse zu sorgen", wie Wehinger erklärt.

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"Mich erreichen immer mehr berechtigte Klagen von Bahnkunden, die eine systematische Unpünktlichkeit der Intercity-Züge und eine hohe Zahl verpasster Anschlüsse in den Umsteigebahnhöfen Singen, Tuttlingen, Rottweil und Horb reklamieren", schreibt Wehinger weiter. Sie habe den Bahn-Chef "daher gebeten, rasch verlässliche Wartezeitenregelungen für diese Umsteigebahnhöfe zu veranlassen. Außerdem sind parallel unverzüglich betriebliche Voraussetzungen zu schaffen, den Intercity-Verkehr auf der Gäubahn pünktlich verkehren zu lassen."

Wenn der Anschlusszug nicht wartet

Die denn vielen Verspätungen hätten auch viele Folgen für den Regionalverkehr: Verspäte sich der Intercity, verpassten die Bahnkunden auch ihre Anschlüsse beim Seehas und beim Ringzug von Rottweil nach Tuttlingen. Wehinger pocht auf die große Bedeutung der Gäubahn-Trasse: Dies sei die "zentrale Schienenverkehrsachse im südlichen Baden-Württemberg zwischen Stuttgart und Singen", schreibt sie. Von der Deutschen Bahn gab es auf SÜDKURIER-Anfrage bis Sonntag noch keine Stellungnahme zu der Kritik des Abgeordneten-Trios.