Vor dem kommenden Wochenende sollen die Gleisarbeiten auf dem Streckenabschnitt Radolfzell-Konstanz wie geplant abgeschlossen sein. Das hat ein Sprecher der DB-Regionalstelle in Stuttgart am Dienstag noch einmal bestätigt: Am Samstagmorgen um 6 Uhr will die DB wieder freie Fahrt geben. Endlich vorbei sind die Wochen mit Vollsperrung, mit Schienenersatzverkehr und auch mit dem Pendelverkehr im Stundentakt auf der Seehas-Linie. Beendet ist das Leiden der Pendler damit aber noch nicht. Denn die Deutsche Bahn hat bereits die nächste Vollsperrung auf der so wichtigen Verbindung zwischen Konstanz und Engen angekündigt. Und auch die Bahnpendler zwischen Radolfzell und Stockach müssen vorübergehend in den Bus umsteigen.

Vor allem die Vollsperrung der Bahnstrecke zwischen Singen und Engen dürfte noch einmal zur großen Herausforderung für die Reisenden werden. Nach Angaben der Seehas-Betriebsgesellschaft SBB Deutschland GmbH wird diese Verbindung vom 29. Oktober (0.50 Uhr) bis 1. November (4.30 Uhr) komplett gesperrt. Die Deutsche Bahn lässt in diesem Zeitraum neue Weichen einbauen. Für die Nutzer der Seehas-Züge und der DB-Verbindungen bedeutet dies: Sie müssen in Busse umsteigen. Eine Besonderheit zeichnet sich da für Mühlhausen-Ehingen ab. Laut Information der Seehas-Betreiber bedient der Schienenersatzverkehr nur die Haltestellen Mühlhausen Rathaus, beziehungsweise Mühlhausen Rathaus Adler. Die Verbindung nach Ehingen wird im Bedarfsfall durch ein Anruf-Sammel-Taxi hergestellt. Reisende müssen ihren Bedarf aber spätestens 45 Minuten vor der Fahrt unter Telefon: (0 77 32) 94 233 38 anmelden.

Auch die Nutzer der Bahnverbindung Radolfzell-Stockach müssen demnächst für eine Woche auf den Bus umsteigen. Denn der Streckenabschnitt, auf dem im Auftrag des Verkehrsverbunds Hegau-Bodensee (VHB) das Seehäsle verkehrt, wird vom 31. Oktober bis zum 5. November vollständig gesperrt. Auf einigen hundert Metern Länge werden im Raum Stockach Gleise und Weichen erneuert. Auftraggeber ist allerdings nicht die Deutsche Bahn, sondern der Landkreis Konstanz, dem die Seehäsle-Strecke gehört. Rund 400 000 Euro aus Kreismitteln fließen nach Angaben des Amts für Nahverkehr und Straßen in das Sanierungsprojekt. Wie die Seehäsle-Betriebsgesellschaft, die Hohenzollerische Landesbahn (HzL) mitteilte, können in der Woche nicht alle Ersatzbusse den Bahnhof Nenzingen anfahren, deshalb müssen Reisende aus Richtung Radolfzell einen Umweg in Kauf nehmen. Sie müssen mit dem Schienenersatzverkehr bis nach Stockach fahren und dort in den Linienbus nach Nenzingen umsteigen.

Ohne Bus geht nichts

Für die Dauer der Streckensperrung Singen-Engen (31. Oktober bis 1. November) und der Vollsperrung der Bahnstrecke Radolfzell-Stockach (31. Oktober bis 5. November) setzen die Verkehrsgesellschaften Ersatzbusse ein. Reisende finden die Fahrpläne im Internet. Der Seehas (Konstanz-Engen) befördert laut SBB an Werktagen rund 15 000 Fahrgäste. Etwa 2500 Personen nutzen die Seehäsle-Verbindung Radolfzell-Stockach. (fdo)