Der Kreis Konstanz wagt mit dem neuen Regionalbusverkehr im nächsten Jahr den Quantensprung. Eine Million Fahrbahnkilometer zusätzlich ist ein Wort. Allerdings kostet der Sprung erste Opfer. Die Deutsche Bahn sah mit ihrer Tochter Südbadenbus aufgrund ihrer besseren tariflichen Leistungen keine Chance auf einen Zuschlag und hatte sich erst gar nicht um ein Los beworben. Die Folge: Die Niederlassung Radolfzell schließt und die Mitarbeiter nehmen einen neuen Arbeitsplatz innerhalb des Konzerns an oder suchen einen neuen Arbeitgeber.

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Busfahrer haben gute Berufsaussichten, sei es in der Schweiz als Chauffeur oder als Berufskraftfahrer in Speditionsunternehmen. Ob sie auch zu schlechteren Bedingungen bei einem anderen Omnibus-Unternehmen arbeiten wollen? Busfahrer gelten mit rund 800 offenen Stellen in Baden-Württemberg als Mangelberuf. Das Landratsamt Konstanz hat mit der Ausschreibung auf Basis der günstigeren Tarifs wissen müssen, dass die Südbadenbus GmbH als Dienstleister ausscheidet. Ob das Steuergeld sparen auf Kosten von sozialen Standards aufgeht, darf bezweifelt werden. Ein Fortschritt für die Busfahrer ist das nicht.