Im Regionalbusverkehr will einfach keine Ruhe einkehren. Bereits mehrere Unfälle hat es mit Bussen der Stadtbus Tuttlingen Klink GmbH gegeben – der letzte am Donnerstag früh.

Was ist passiert? Die Polizei hat einen Busfahrer ins Krankenhaus begleitet, nachdem er mit einem Linienbus der Firma Stadtbus Tuttlingen Klink GmbH einen Unfall mit hohem Schaden verursachte. Der 23-jährige Fahrer war offenbar erkrankt und übermüdet, als er den Bus am Donnerstag gegen 6 Uhr gegen einen geparkten Wagen lenkte. Das teilt die Polizei in einem Pressebericht mit. Auch Rainer Klink, Geschäftsführer der Stadtbus Tuttlingen Klink GmbH hat diesen Unfall bestätigt. „Verletzt wurde niemand“, sagt er.

Vorfälle Häufen sich

Klink gibt zu, dass dies nicht der erste Unfall seit dem Start der Regionalbusse im Landkreis Konstanz ist. Vielmehr ist es der dritte Unfall in dieser Woche, bei dem ein Linienbus des neuen Regionalverkehrs beteiligt war. Die Polizei beobachtet laut Pressesprecher Herbert Storz eine Häufung der Vorfälle.

Ersatzbus verfügbar

Bei dem Unfall in Gottmadingen geriet der griechische Busfahrer mit seinem Linienbus gegen 6 Uhr zu weit nach rechts und stieß im Kornblumenweg in Gottmadingen auf das Heck eines Autos, das am rechten Fahrbahnrand geparkt war. Durch die Wucht des Zusammenpralls wurde das Auto auf einen davor parkenden Wagen geschoben. Die Polizei schätzt den Schaden auf 50 000 Euro. Rainer Klink ist überrascht über die Schadenssumme. „An unserem Bus ist kein so hoher Schaden entstanden. Ich schätze maximal 2000 Euro“, sagt er. Lediglich die Frontscheibe sei beschädigt und werde kommende Woche ausgetauscht. Solange stehe der Bus auf dem Werksgelände der Klink GmbH.

War der Fahrer fahrtauglich?

Bei der Unfallaufnahme sei den Polizeibeamten aufgefallen, dass der Fahrer Medikamente eingenommen haben könnte, die sich auf die Fahrtauglichkeit auswirkten. Deshalb musste der Fahrer eine Blutprobe abgeben. „Krank hat der Fahrer bei Fahrtantritt nicht gewirkt“, behauptet Klink. Auch eine Krankmeldung des Fahrers habe weder für die Tage vor dem Unfall noch für den Unfalltag vorgelegen. Und die Ruhezeiten des Fahrers seien eingehalten worden. Zudem würden regelmäßig Alkoholtests durchgeführt. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachtes der Gefährdung des Straßenverkehrs. Außerdem wurde der 23-jährige Grieche nach dem Unfall entlassen. Warum? „Er wurde in der Probezeit gekündigt. Da braucht es keinen Grund“, sagt Klink.

Bereits zwei Unfälle in Engen und Eigeltingen

Schon am Dienstag kam es zu Unfällen in Engen und Eigeltingen. In Engen streifte ein Bus am Morgen ein entgegenkommendes Auto. Geschätzter Schaden: 8000 Euro. Am Abend kollidierten in Eigeltingen zwei Busse miteinander, als ein Bus an einem wartenden Bus vorbeifahren wollte. Dabei wurde ein linker Außenspiegel abgebrochen und die Fensterscheibe einer Bustür ging zu Bruch. Der Schaden hier: 3000 Euro.

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„Blechschäden sind keine Seltenheit bei Linienbussen“, erklärt Klink. Aber gleich drei Unfälle in den ersten zehn Tagen nach dem Auftakt der Regionalbusse? Warum diese Häufungen? Ist das nur das Zeugnis der Überforderung der Busfahrer? Oder doch nur Zufall gepaart mit Pech? Was sagt Geschäftsführer Rainer Klink dazu? „Nein, die Fahrer sind nicht generell überfordert“, sagt er. Die Fahrer würden die Verkehrsräume noch nicht so gut kennen. Außerdem sei es nicht so leicht, einen 18 Meter langen Gelenkbus durch ein Wohngebiet zu fahren.