Auf den zuständigen Innenminister Thomas Strobl (CDU) prasselt Kritik wegen der schlechten Finanzausstattung der Präsidien ein. In Mannheim etwa gibt es die Order an die Polizei, Fahrten mit dem Streifenwagen zu reduzieren. Sicherheit soll durch stationäre Kontrollstellen und mehr Fußstreifen gewährleistet werden, zudem sind zum Teil Ausgaben für technische Geräte gestrichen. Die Gewerkschaft der Polizei fürchtet, dass bis Ende des Jahres in Mannheim rund eine halbe Million Euro fehlt. Auch aus dem Polizeipräsidium Aalen wurden jetzt drastische Sparmaßnahmen bekannt. Eventuell müssten sogar Reparaturen an Streifenwagen gestrichen werden.

Für den Bereich des Polizeipräsidiums Konstanz wird aber vorerst noch Entwarnung gegeben. „Bei der Betrachtung des ersten Halbjahres und einer vorsichtigen Hochrechnung für die zweite Jahreshälfte gerät nach unserem Kenntnisstand der Haushalt des Polizeipräsidiums Konstanz nicht in Schieflage“, teilt Pressesprecher Bernd Schmidt auf SÜDKURIER-Anfrage mit.

„Gleichwohl ist nicht ausgeschlossen, dass durch unerwartete Schadensfälle wie kürzlich auf der A 96, wo sich der Fahrer eines Streifenwagens bei der Verfolgung eines Autofahrers mit dem Dienstfahrzeug überschlug, oder größere Sonderkommissionen am Ende des Jahres der Haushalt nicht ausgeglichen abgeschlossen werden kann.“ Eine sparsame Haushaltsführung sei ohnehin ständige Pflicht, so der Polizeisprecher. „Bislang gibt es aber keine besonderen Einschränkungen bei der täglichen Aufgabenwahrnehmung.“